LUZERN: Mehr Fasnacht für die Bahnhofstrasse

«De rüüdig Fasnachtsfüerer» bricht eine Lanze für die Lozärner Strassenfasnacht. Mit der Interessengemeinschaft (IG) Bahnhofstrasse soll durchgesetzt werden, dass die Technomusik nicht Kleinformationen überdröhnt.

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ZAHLREICHE GUUGENMUSIKEN, IM BILD DIE VIKINGER EBIKON, MARSCHIEREN AM GUEDISDIENSTAG, 28. FEBRUAR 2006 BEIM ALLJAEHRLICHEN MONSTERCORSO DURCH DIE VON TAUSENDEN ZUSCHAUERN GESAEUMTEN STRASSEN LUZERNS. DAS MONSTERKONZERT BEGINNT AN DER BAHNHOFSTRASSE, FUEHRT UEBER DIE SEEBRUECKE DURCH DIE ALTSTADT ZUM LOEWENGRABEN. (NEUE LZ / MICHAEL BUHOLZER) FASNACHT MONSTER MASKEN MUSIK (Bild: LZ / Michael Buholzer)

ZAHLREICHE GUUGENMUSIKEN, IM BILD DIE VIKINGER EBIKON, MARSCHIEREN AM GUEDISDIENSTAG, 28. FEBRUAR 2006 BEIM ALLJAEHRLICHEN MONSTERCORSO DURCH DIE VON TAUSENDEN ZUSCHAUERN GESAEUMTEN STRASSEN LUZERNS. DAS MONSTERKONZERT BEGINNT AN DER BAHNHOFSTRASSE, FUEHRT UEBER DIE SEEBRUECKE DURCH DIE ALTSTADT ZUM LOEWENGRABEN. (NEUE LZ / MICHAEL BUHOLZER) FASNACHT MONSTER MASKEN MUSIK (Bild: LZ / Michael Buholzer)

Zudem seien reine «Kaffeewagen», die nur Umsatz machen wollen, aber nichts Fasnächtliches beitragen – an der Bahnhofstrasse nicht mehr willkommen.

Der IG haben sich rund 20 Gruppen angeschlossen. Geplant ist laut IG-Präsident Reto Küttel, dass neben den Wagen auch eine Art Miniatur-Guuggerbühne aufgestellt wird. Damit soll die Bahnhofstrasse zur Fasnachtsmeile werden, so Küttel.

«De rüüdig Fasnachtsfüerer» thematisiert auch das 70-Jahr-Jubiläum der ersten Guuggenmusik: 1947 zog der gebürtige Basler Sepp Ebinger mit seinen Getreuen erstmals mit verbeulten Ins­trumenten, Handorgeln, Waschbrettern, Pauken und Trompeten durch Luzerns Gassen und Beizen. Damit war die erste Guugge – damals noch mit nur einem «u» geschrieben – geboren. Ebinger hatte prominente Unterstützung, mit dabei waren etwa Schauspieler Peter W. Loosli, Bauunternehmer Gottfried Anliker und diverse Hoteliers.

«Zwingli, der die Fäden zieht»

«De rüüdig Fasnachtsfüerer» bietet viel Spannendes und Amüsantes. So auch die Karikaturen des Kriensers Urs Krähenbühl: «Zwingli, der die Fäden zieht, was in Luzern und St. Gallen in der Zeitung steht» oder auch das Denkmal für die Seifenblase Salle Modulable.

Das «Roschtig Guuggi» geht heuer an die geplante Trolleybus-Linie durch Ebikon, den FCL mit seinen in die Jahren gekommenen Zukäufen und für die Schnapsidee, den Luzerner Quai zur Veloraserpiste verkommen zu lassen. (sam)

Hinweis

«De rüüdig Fasnachtsfüerer» ist für 5 Franken an den Kiosken erhältlich.