LUZERN: Mehr Patienten in der Notfallpraxis

Wer über die Festtage im Luzerner Kantonsspital war, stellte fest: Die Warteschlange bei der Notfallpraxis war deutlich länger als gewöhnlich.

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Im Archivbild: Dr. med Carolin Hauschild, Leiterin der Notfallpraxis des LUKS. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 29. November 2016))

Im Archivbild: Dr. med Carolin Hauschild, Leiterin der Notfallpraxis des LUKS. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 29. November 2016))

Carolin Hauschild, Leiterin der Notfallpraxis am Standort Luzern, bestätigt diese Beobachtungen. «Zwischen dem 24. und dem 28. Dezember haben wir mehr als 300 Patienten behandelt.» Zum Vergleich: Gewöhnlich zählt die Notfallpraxis rund 55 Patienten pro Tag. Der Anstieg liegt unter anderem daran, dass während der Weihnachtstage einige Arztpraxen geschlossen sind. 

Die Beschwerden der Patienten seien indes nicht grundlegend anders. Diese reichen von fieberhaften Infekten der Atemwege oder des Verdauungstrakts bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkten. Was sie während dieser Zeitspanne weniger oft sehe, seien Verletzungen aufgrund von Arbeitsunfällen, sagt Hauschild.

Bei leichten Symptomen zunächst in die Apotheke

Die Expertin rät, bei leichten Symptomen wie beispielsweise einer Erkältung zunächst auf Hausmittel wie Ingwertee zu setzen oder in einer Apotheke Medikamente zu besorgen. «Tritt keine Besserung ein oder verschlechtert sich der Zustand, soll ein Arzt aufgesucht werden», so Hauschild. Die Notfallpraxis am Luzerner Kantonsspital wird zusammen mit den Hausärzten der Stadt Luzern betrieben.

(kuy)

Hinweis

Bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen erhalten Sie unter der Nummer 0900 11 14 14 (Fr. 3.23/Min.) medizinische Beratung.