LUZERN: Mehr Taxis auf Kundenfang

Seit Neujahr dürfen beim Bahnhof 60 statt 42 Taxis auf Kunden warten. Um ein Chaos zu vermeiden, greift die Stadt zu einem Kniff.

Benno Mattli / Neue Lz
Drucken
Teilen
Bald sollen 60 statt 42 Taxis vor dem Bahnhof Luzern auf ihre Fahrgäste warten. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Bald sollen 60 statt 42 Taxis vor dem Bahnhof Luzern auf ihre Fahrgäste warten. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Stadt krempelt das Taxiwesen um. Der erste Schritt dazu erfolgte auf das neue Jahr hin: Neu dürfen 60 statt wie bisher nur 42 Taxis beim Bahnhof auf Kunden warten. Der Hintergrund: Auf Ende 2013 ist die Gültigkeit der 42 exklusiven Bahnhoftaxi-Konzessionen respektive -Bewilligungen erloschen. An ihrer Stelle gibt es nun 110 herkömmliche A-Taxibetriebsbewilligungen.

Damit der Bahnhofplatz trotzdem weiterhin mit Taxis bedient wird, haben alle A-Bewilligungsinhaber die Möglichkeit erhalten, bei der Stadt eine sogenannte Dienstleistungsberechtigung für den Bahnhofplatz einzuholen. Insgesamt 60 solcher neuen Bahnhof-Bewilligungen hat die Stadt laut Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen, vergeben.

Drei-Schicht-System eingeführt

Um zu verhindern, dass es nun zu einem Chaos kommt, hat die Stadt das Regime angepasst und greift zu einem Kniff. Seit dem 1. Januar gilt ein Drei-Schicht-System: Ein Drittel der 60 Taxis darf nur tagsüber beim Bahnhof stehen (5 bis 17 Uhr), ein Drittel nur nachts (17 bis 5 Uhr). Das letzte Drittel darf nachts die Standplätze an der Frankenstrasse benutzen (beim Nachtclub «Das schwarze Schaf») und dort entweder Kunden aufladen oder bei Bedarf auch auf den Bahnhofplatz vorfahren.
Gestiegen sind nun auch die Gebühren: Für eine A-Bewilligung inklusive Bahnhof müssen Taxiunternehmen pro Jahr 2000 Franken bezahlen, bisher waren es 710 Franken.

Höhere Fahrpreise im Taxi?

Für André Hess, Geschäftsführer der Taxi Ernst Hess AG, welche wie 2013 vier Bewilligungen für den Bahnhof hat, ist die Preiserhöhung «schon massiv». «Unter Umständen kann sie bedeuten, dass wir die Fahrpreise erhöhen müssen.»