LUZERN: Mehrerer Gemeinden prüfen Zusammenschluss der Abwasserreinigungsanlagen

Ab 2025 müssen Abwasser mittels einer vierten Reinigungsstufe von Mikroverunreinigungen befreit werden. Dazu werden neue Anlagen benötigt. Mehrere Gemeinden bekundeten Interesse für eine gemeinsame Lösung.

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Das Einzugsgebiet der Abwasserreinigungsanlage (ARA) REAL sowie die Anlagen benachbarter Gemeinden. (Bild: REAL)

Das Einzugsgebiet der Abwasserreinigungsanlage (ARA) REAL sowie die Anlagen benachbarter Gemeinden. (Bild: REAL)

Abwasserreinigungsanlagen (ARA) müssen bis 2025 eine vierte Reinigungsstufe einführen, um Mikroverunreinigungen zu elimieren. Dies verlangt die revidierte Gewässerschutzverordnung. Um die dafür notwendigen Anlagen zu planen, hat Recycling, Entsorgung, Abwasser Luzern (Real) geprüft, ob Abwasseranlagen von benachbarten Gemeinden an einem Zusammenschluss interessiert sind. Die Abwasserreinigungsanlagen Udligenswil, Schwarzenberg, Oberseetal und
Sempach-Neuenkirch können sich grundsätzlich einen Anschluss an die ARA Real vorstellen. Die ARA Hochdorf und ARA Rontal werden sich nicht anschliessen, wie aus einer Medienmitteilung der ARA Real hervor geht.

Die interessierten Unternehmen werden bis im Frühjahr 2018 weitere Abklärungen für eine mögliche Anschlussleitung treffen. Anschliessend müssen die Anschlüsse und die dafür notwendigen Investitionskosten von den Behörden und der Bevölkerung genehmigt werden. REAL will mit der konkreten Planung der Anlagen 2019 starten.

Aus den Abklärungen mit den möglichen Partnern geht laut REAL hervor, dass durch einen Anschluss das Abwasser von insgesamt rund 80'000 Einwohnern oder mehr als 60 Tonnen Stickstoff jährlich zusätzlich eliminiert werden könnten. Bei einem Anschluss aller umliegender Anlagen könnten rund 44 Kilometer Gewässerstrecke vom Abwasser entlastet werden. Wirtschaftlich würde ein Anschluss für die benachbarten Anlagen eine massive Senkung der jährlichen Betriebskosten bedeuten.

Am Partizipationsprozess waren nebst Vertretern der verschiedenen Anlagen auch Vertreter von der kantonalen Dienststelle Umwelt und Energie beteiligt.

pd/spe/sda