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LUZERN: Milchpreis sinkt um drei Rappen

Unerfreuliche Post für die hiesigen Milchbauern: Per Brief wurden sie diese Woche von der Genossenschaft der Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) über eine Senkung des Milchpreises informiert.
Archivbild Neue LZ

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Der Basispreis wurde per 1. April um drei Rappen auf 57 Rappen pro Kilo gesenkt. Damit zog die Organisation der landesweiten Branchenorganisation Milch nach, die bereits Ende Februar entschieden hatte, den Preis um ebenfalls 3 Rappen zu senken.

Marktanteile verloren

«Der Schritt ist schmerzhaft, er ist wegen der aktuellen Überproduktion im Schweizer Milchmarkt aber unumgänglich», erklärt Carol Aschwanden vom ZMP. So war der Januar der milchstärkste Monat in der Geschichte der Schweizer Milchproduktion. «Hinzu kommt, dass wir 2015 auf eine Preissenkung verzichtet haben, dadurch haben wir Marktanteile an ausländische Produzenten verloren», sagt Aschwanden. Der Verlust an Marktanteilen wird auf 4 Prozent geschätzt.

Für die Milchbauern ist die Situation prekär. So hat 2014 ein Zentralschweizer Milchbauer mit 180 000 Kilo Jahresproduktion im Schnitt 65,7 Rappen pro Liter Milch erhalten, 2015 waren es noch 57,3 Rappen. Nach der aktuellen Preissenkung dürften es fürs Jahr 2016 noch rund 50 Rappen sein. «Das ist zu wenig um die Produktionskosten zu decken», sagt Aschwanden.

Sie habe zuletzt viele Telefonanrufe von verzweifelten Bauern erhalten. Gemeldet hätten sich auch Viehfutterverkäufer, die sich über eine starke Zunahme von unbezahlten Rechnungen beklagten. «Die Bauern können die Rechnungen nicht mehr bezahlen», so Aschwanden.

Roman Schenkel

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