LUZERN: Millionenloch bei den Steuereinnahmen

Durch die tieferen Unternehmenssteuern entgeht den Luzerner Gemeinden eine zweistellige Millionensumme. Kleine Gemeinden mit grossen Betrieben trifft dies hart.

Rainer Rickenbach
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Finanzdirektor Marcel Schwermann verteidigt die Steuerstrategie des Kantons. (Bild: Archiv Neue LZ)

Finanzdirektor Marcel Schwermann verteidigt die Steuerstrategie des Kantons. (Bild: Archiv Neue LZ)

Seit dem vergangenen Jahr hat Luzern die tiefsten Kapital- und Gewinnsteuern in der Schweiz. Als Folge davon entgingen dem Kanton und den Gemeinden 2012 knapp 100 Millionen Franken an Steuereinnahmen. Das haben die Statistiker von Lustat errechnet. Besonders für kleinere Gemeinden ist der Ertragsückgang von 34 Prozent bei den Firmensteuern problematisch. Der Dierikoner Gemeindeammann Josef Zimmermann sagt etwa zur Halbierung der Unternehmenssteuern: «Ich würde sie rückgängig machen und später, wenn genug Geld vorhanden wäre, die Unternehmenssteuern in Etappen wieder senken.»

Regierungsrat optimistisch

Regierungsrat und Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sagt zu den Folgen der Unternehmenssteuerreform: «Obwohl der Tarif für die Gewinn- und Kapitalsteuer im vergangenen Jahr um 50 Prozent gesenkt wurde, gingen die Einnahmen nur um 34 Prozent zurück. Ich werte das als gutes Zeichen.»