Luzern mobilisiert die fitten Rentner

Die Zukunft liegt nicht nur in der Jugend: Ein Marktplatz macht älteren Leuten die Freiwilligenarbeit schmackhaft.

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Marlis Enzler (Mitte) wird im Sommer pensioniert und informiert sich nun am Stand «der rote Faden» bei Verena Koch (links) und Magdalena Zäch über Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Marlis Enzler (Mitte) wird im Sommer pensioniert und informiert sich nun am Stand «der rote Faden» bei Verena Koch (links) und Magdalena Zäch über Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Mit dem Marktplatz 60plus in der Kornschütte beim Luzerner Rathaus zeigte die Stadt Luzern am Samstag jungen Senioren, wie sie sich freiwillig engagieren können. «Wir sind überzeugt, dass diese Generation Lust und Ressourcen hat, sich zu engagieren», sagt Beat Bühlmann, Projektleiter von «Altern in Luzern». Nur wüssten die Leute oft gar nicht, wo suchen, weshalb die Stadt mit dem gestrigen Marktplatz eine Einstiegshilfe bieten wollte. «Der Kontakt und der Austausch ist dieser Generation sehr wichtig», sagt Bühlmann, «sie wollen selber auch etwas von ihrem Engagement haben.»

Wollen Freude daran haben

Diese Tendenz stellt auch Elsbeth Fischer, Geschäftsführerin von Benevol Schweiz fest: «Früher setzten sich die Leute vor allem freiwillig ein, weil es ihnen gut ergangen war im Leben und sie das Gefühl hatten, etwas zurückgeben zu müssen.» Heute sei die Motivation, die Freude an einer Sache oder die eigene Erfahrung in einem bestimmten Bereich einbringen zu können. Der Marktplatz 60plus soll keine einmalige Aktion bleiben. Die Stadt Luzern will ihn künftig jedes Jahr durchführen.

Rahel Schnüriger

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