LUZERN: Muss das KKL selber bezahlen?

Aus Sicherheitsgründen muss nun plötzlich das gesamte KKL-Dach saniert werden. Die Chancen, dass sich die Totalunternehmung an den Kosten beteiligt, sind laut zwei Experten gering.

Benno Mattli und Alexander von Däniken
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Das Dach des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL) muss umfassender saniert werden als bisher angenommen. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

Das Dach des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL) muss umfassender saniert werden als bisher angenommen. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

Das KKL-Dach sorgt weiter für negative Schlagzeilen. Nachdem die erste Sanierungsetappe, die das Vordach betroffen hat, inzwischen abgeschlossen ist, muss nun plötzlich auch der Rest des Daches erneuert werden.

«Viel schiefgelaufen»

Beat Lüthi vom nationalen Verein Experten Gebäudehülle sagt: «Da muss ganz viel schiefgelaufen sein – und zwar bei der Planung, beim Bau und bei der Kontrolle. Nur wenn in all diesen Bereichen mangelhaft gearbeitet wird, muss man zu derart drastischen Massnahmen greifen wie jetzt beim KKL-Dach.»

Wer für den Schlamassel verantwortlich ist und die 14 bis 15 Millionen Franken teure Dachsanierung berappen muss, wird ein gerichtliches Schiedsverfahren klären. Lüthi und auch der Luzerner Baurechtsexperte Beat Mühlebach glauben nicht, dass sich die Totalunternehmung an den Sanierungskosten beteiligen muss. «Dafür sind die Mängel viel zu spät angemeldet worden», so Lüthi. Seit der Eröffnung des KKL sind 15 Jahre vergangen. Die Fristen für Mängelrügen laufen jedoch in der Regel nach zehn Jahren ab.