LUZERN: Nach 99 Jahren nun auch nachts sichtbar

Das Suva-Haupt­gebäude wird neu in der Nacht beleuchtet. Die Nacht-Skyline der Stadt erhält dadurch einen neuen Fixpunkt.

Mirjam Weiss
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Die nächtliche Silhouette der Stadt Luzern, fotografiert vom KKL aus. Seit Donnerstagabend leuchtet auch das Suva-Gebäude über den Quai-Hotels. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

Die nächtliche Silhouette der Stadt Luzern, fotografiert vom KKL aus. Seit Donnerstagabend leuchtet auch das Suva-Gebäude über den Quai-Hotels. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

Das imposante Suva-Hauptgebäude auf der Fluhmatt über Luzern ist weitherum sichtbar – zumindest tagsüber. Nachts verschwindet es wegen fehlender Beleuchtung nämlich von der Bildfläche. Bis jetzt: Im Rahmen des städtischen Beleuchtungskonzepts Plan Lumière wird das Gebäude neu auch nachts beleuchtet. «Die breite Hauptfront, die vom Bahnhof her sichtbar ist, und die schmale Seite, die man vom Bourbaki-Panorama aus sieht, werden mit sechs Projektoren beleuchtet», sagt Judith Fischer Suva-Generalsekretärin. Probehalber wurde die Beleuchtung schon einmal eingeschaltet. Offiziell war die nächtliche Beleuchtung erstmals gestern Abend ab 22 Uhr bei der feierlichen Einweihung zu sehen.

«Es wird das gleiche warmweisse Licht verwendet wie bei den Museggtürmen», sagt Dario Buddeke, Projektleiter des Plan Lumière, mit dem die Stadt Luzern seit einigen Jahren schrittweise neu beleuchtet wird. Dass der Plan Lumière nun auch beim Suva-Gebäude angewendet wird, habe einen «sehr hohen Stellenwert» für die Stadt Luzern, so Buddeke. «Dadurch wird auch in der Nacht das Suva-Hauptgebäude gut wahrnehmbar und betont neben den Museggtürmen die Staffelung der Stadt Luzern.» Durch die präzise Projektion entstehe kein Streulicht.

«Wie eine Holzsägearbeit»

«In den Konzepten des Plan Lumière ist das Suva-Hauptgebäude seit jeher einbezogen als markantes historisches Gebäude am Ende der Skyline der Stadt Luzern», sagt Suva-Generalsekretärin Judith Fischer. Die Suva habe sich bereiterklärt, beim nächsten Umbau auch den Plan Lumière umzusetzen. «Dieser Umbau ist nun im Gange», so Fischer. «99 Jahre lang war das Suva-Gebäude nur tagsüber sichtbar, nun gehört es auch nachts zur Skyline», freut sie sich. Sie ist von der Beleuchtung und vom Plan Lumière restlos begeistert: «Das Licht ist aussergewöhnlich fein. Das Gebäude sieht dadurch fast aus wie eine Holzsägearbeit.»

Suva und Stadt teilen sich Kosten

Die Stadt Luzern und das Unternehmen EWL Energie Wasser Luzern beteiligen sich im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projekts an den Planungs- und Montagekosten und übernehmen die Energiekosten der ersten fünf Jahre. Die Suva zahlt die Kosten für die benötigten Installationen und Projektoren und kommt für die notwendigen Betriebs- und Unterhaltskosten auf. Konkrete Zahlen will Judith Fischer jedoch nicht nennen.