Luzern
Nach Massentest im Maihofschulhaus: 18 Personen mit Corona infiziert, davon zwölf mit der neuen Virusmutation

Aufgrund von nachgewiesenen Fällen einer hochansteckenden Mutation des Coronavirus hat im Luzerner Maihofschulhaus eine breit angelegte Testung stattgefunden. Nun liegen die Testergebnisse vor.

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Das Maihofschulhaus in Luzern.

Das Maihofschulhaus in Luzern.

Bild: Manuela Jans-Koch (19. Januar 2021)

(zim) Fünf Teams (total zehn Personen) haben bei der breit angelegten Schnell-Testung am Maihofschulhaus am Freitag total 374 Nasen-Abstriche vorgenommen, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Luzern vom Montag. Das entspreche allen Personen, die sich zum damaligen Zeitpunkt an der Schule befanden und sich nicht explizit gegen das Testing gewehrt hatten. Die Auswertung hat nun ergeben, dass von diesen total 374 Tests 18 positiv ausgefallen sind (13 Kinder sowie 5 erwachsene Personen), heisst es in der Mitteilung weiter. Bei zwölf dieser 18 Fälle sei ebenfalls die neue Virusvariante N501Y nachgewiesen worden.

Nicht jeder liess sich testen

Kantonsarzt Roger Harstall weist in der Mitteilung daraufhin, dass die Anordnung von breit angelegten Tests gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen vom Kanton verfügt werden könne – die entsprechende gesetzliche Grundlage bilde das Epidemiengesetz des Bundes, welches diese Möglichkeit vorsehe.

Bei der breit angelegten Testung am Maihofschulhaus habe zwar eine grundsätzliche Verpflichtung bestanden, sich testen zu lassen, es wurde aber die Möglichkeit offengelassen, darauf zu verzichten. «Es gab vereinzelt Personen, die sich nicht testen lassen wollten. Wir sind uns bewusst, dass diese Tests insbesondere für die Kinder unangenehm und belastend sein können», so der Kantonsarzt. Entsprechend habe man niemanden zum Test gezwungen und mit dem nötigen Augenmass gehandelt. Die betreffenden Personen, die keinen Nasenabstrich vornehmen lassen wollten, hätten sich aber unverzüglich in Quarantäne begeben müssen und sie hätten die Aufforderung erhalten, sich beim Hausarzt testen zu lassen.

In der städtischen Primarschule Mariahilf arbeiten Personen, welche Kontakt zu einem Kind mit einer Virusmutation aus dem Schulhaus Maihof hatten. Bisher wurde niemand im Mariahilf positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Das kantonale Contact Tracing-Team hat angeordnet, dass sich alle Kontaktpersonen dieser Kontaktpersonen bis am 8. Februar 2021 in Quarantäne begeben müssen.

Die von der Dienststelle Gesundheit und Sport (Dige) angeordnete Testung am Maihofschulhaus sei erforderlich gewesen, um eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Variante N501Y des Coronavirus zu verhindern. Zuvor war bei vier Schülerinnen und Schülern dieses Schulhauses eine Infektion mit N501Y bekannt geworden. Weitere Schülerinnen und Schüler aus der gleichen Klasse und aus anderen Klassen wurden positiv auf das Coronavirus getestet.