LUZERN: Negativzins-Umfeld belastet Ergebnis der LUKB

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) verspürt die Auswirkungen des Negativzinsumfeldes. Sie weist für die ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2015 einen um 3,1 Prozent niedrigeren Konzerngewinn von 134,3 Mio. Fr. aus. Für das ganze Geschäftsjahr 2015 erwartet sie weiterhin ein Resultat in der Grössenordnung von 2014.

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Haupteingang der Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Keystone)

Haupteingang der Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Keystone)

Der Geschäftserfolg lag mit 151,8 Mio. Franken um 6,1 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Im Zinsengeschäft nahm der Nettoerfolg um gut 6 Prozent auf 225,0 Mio. Fr. ab. Für das Gesamtjahr die LUKB unverändert von einem Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft von 295 bis 305 Mio. Fr. aus.

Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg blieb mit 62,6 Mio. Fr. auf Vorjahresniveau. Der Handelserfolg kletterte hingegen um 16 Prozent auf 18,7 Mio. Franken. Der Geschäftsaufwand ging in den ersten neun Monaten leicht zurück auf 154,6 Mio. Franken.

Die Bilanzsumme der Bank erhöhte sich im Vergleich zum Ende des Jahres um 12,8 Prozent auf 32,96 Mrd. Franken. Damit habe sie sich seit dem Ende des ersten Quartals nur noch leicht verändert, nachdem nach der Aufhebung des Mindestkurses um über 3 Mrd. Fr. angestiegen war, schreibt die Kantonalbank.

Die Kundenausleihungen stiegen um über 4 Prozent auf 25,3 Mrd. Franken und die Hypothekarforderungen im gleichen Ausmass. Der Bank flossen von Januar bis September Nettoneugelder im Umfang von 534 Mio. Fr. zu.

Alle mit dem US-Programm zusammenfallenden Zahlungen seien über die im Geschäftsjahr 2013 gebildete Rückstellung finanziert, betonte die Bank, die kurz zuvor die Einigung mit den US-Justizministerium im US-Bankenstreit bekannt gegeben hatte. Die Busse für die LUKB wurde dabei auf 11,031 Mio. Dollar festgelegt.

sda