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LUZERN: Neubad: Verlängerung wird konkret

Das ehemalige Hallenbad kann wohl bis 2025 zwischengenutzt werden. Trotzdem will die Stadt erst nächstes Jahr mit den Betreibern verhandeln.
Christian Glaus
Im Neubad werden verschiedenste Events und Vorstellungen durchgeführt, wie beispielsweise die Oper Alice im Wunderland. (Bild: Boris Bürgisser / LZ (Luzern, 27. Februar 2016))

Im Neubad werden verschiedenste Events und Vorstellungen durchgeführt, wie beispielsweise die Oper Alice im Wunderland. (Bild: Boris Bürgisser / LZ (Luzern, 27. Februar 2016))

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Darauf gehofft haben die Betreiber des Neubads in Luzern schon länger: dass die Zwischennutzung im ehemaligen Hallenbad über Juli 2019 hinaus verlängert wird. Dies dürfte nun Tatsache werden. Denn das Areal des Hallenbads soll neu überbaut werden – gemeinsam mit dem heutigen Standort der Feuerwehr, die auf das Areal des städtischen Energieversorgers EWL ziehen soll.

Gemäss den Plänen des Stadtrats zieht die Feuerwehr aber erst 2025 um (

). Es ist daher wahrscheinlich, dass auch beim ehemaligen Hallenbad nicht vor 2025 gebaut wird. Die Stadt hält sich mit Aussagen zur Zukunft des Neubads jedoch noch zurück. Offiziell heisst es auf Anfrage, dass der definitive Entscheid noch nicht gefallen sei.

Dass sich die Überbauung des Feuerwehr- und Hallenbad-Areals verzögert, ist bekannt. Mit der Bekanntgabe des Bebauungsplans für das EWL-Areal habe sich nun für die Verhandlungen eine neue Situation ergeben, sagt Aurel Jörg, Präsident des Vereins Netzwerk Neubad: «Die neuen Fakten haben Konsequenzen für das Neubad. Der Zusicherung für eine längere Zwischennutzung steht nichts mehr im Weg.»

Befristete Nutzung führt zu Absagen

Der aktuelle Vertrag für die Zwischennutzung im Neubad läuft im Juli 2019 aus. «Anfang des nächsten Jahres werden wir mit dem Neubad über die weitere Nutzung des Gebäudes verhandeln», sagt Michael Städelin, Projektleiter Objektmanagement bei der Stadt Luzern, der nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit dem Neubad steht. «Sollten die Gespräche schon früher stattfinden, muss der Stadtrat ­darüber entscheiden.»

Der Verein Neubad auf der anderen Seite hofft, dass bald Klarheit herrscht. «Wir werden- die Verhandlungen auf Grund­lage der nun öffentlich bekannt- gegebenen Plänen führen», sagt Aurel Jörg. Die noch auf zwei Jahre befristete Nutzung erschwere die Abläufe des Betriebes. «Wir bekommen jetzt schon Anfragen für Workshops, Symposien oder ähnliche Anlässe, die über diesen Zeitraum hinaus gehen», fügt Co-Geschäftsführer Dominic Chenaux an. Diesen Interessenten müsse man zurzeit eine Absage erteilen. «Wir verlieren Aufträge. Das ist halt das Leid des Zwischennutzers.» Bei der Stadt weiss man laut Städelin über diese Situation Bescheid. Trotzdem hält sie bis jetzt am vertraglich vereinbarten Termin für Neuverhandlungen fest.

Auch wenn der Vertrag verlängert wird – eine Unsicherheit bleibt. «Das Gebäude ist abrisswürdig. Es stellt für den Betrieb die grösste Gefahr dar», sagt Dominic Chenaux. Die Kosten für Betrieb und Unterhalt seien – auch aufgrund des schlechten Zustands – hoch. So wurden im letzten Jahr beispielsweise 60'000 Franken in den Ausbau des Kellers investiert. Unerwartete Kosten fielen ein Jahr zuvor an, als die Heizung für 30'000 Franken repariert werden musste.

Im vergangenen Jahr musste das Neubad laut Geschäftsbericht bei einem Umsatz von 2 Millionen Franken einen Verlust von gut 20 000 Franken hinnehmen. Die Verschuldung betrug rund 11 700 Franken. Die Stadt unterstützte das Neubad mit 70'000 Franken, der Kanton mit einem Werkbeitrag von 30'000. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 99 667 Besucher gezählt.

Im ehemaligen Hallenbad wird auch Musik geboten, wie hier beim Konzert IV des Festivals der Musikhochschule. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 16. April 2016))

Im ehemaligen Hallenbad wird auch Musik geboten, wie hier beim Konzert IV des Festivals der Musikhochschule. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 16. April 2016))

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