LUZERN: Neue Anlaufstelle für verletzte Sportler

In der Zentralschweiz entsteht ein neues Zentrum für Sportmedizin. Betreut werden sowohl Hobbyjogger als auch Spitzenfussballer.

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Elmar Anliker betreut Burim Kukeli am Laufband. (Bild: Emanuel Ammon / Aura)

Elmar Anliker betreut Burim Kukeli am Laufband. (Bild: Emanuel Ammon / Aura)

Elmar Anliker betreut Burim Kukeli am Laufband. (Bild: Emanuel Ammon / Aura)

Elmar Anliker betreut Burim Kukeli am Laufband. (Bild: Emanuel Ammon / Aura)

Verletzungen können für Sportler das Karriereaus bedeuten. Umso wichtiger ist eine individuelle sportmedizinische Betreuung. Die Sportmedizin Zentralschweiz bietet neu ein Angebot an Diagnostik, Therapie und Trainingsmöglichkeiten für verletzte Sportler an. Diese Partnerschaft zwischen dem Luzerner Kantonsspital und dem medizinischen Kompetenzzentrum Medbase, einer Migros-Tocher, ist am Dienstagnachmittag in der Luzerner Allmend vorgestellt worden. Das neue Angebot ermöglicht dem Leistungs- und Breitensportler eine ganzheitliche, sportmedizinische Betreuung.

Unfälle insbesondere bei Ballsportarten sind keine Seltenheit. Für eine erfolgreiche Rehabilitation benötigen die Sportler Zeit und Geduld, denn eine zu frühe Rückkehr erhöht das Risiko für eine Wiederverletzung. Diese Geduld musste auch FCZ-Spieler Burim Kukeli aufbringen. «Wir haben im Fall von Burim Kukeli die Oberschenkelmuskulatur gemessen und basierend auf den Resultaten die optimalen Trainingsmassnahmen ausgewählt», erklärt Elmar Anliker, Bewegungswissenschaftler am Luzerner Kantonsspital. Der Erfolg bestätigt: Burim Kukeli absolviert aktuell individuelle Trainings in der Sportmedizin Zentralschweiz und feierte mit der albanischen Nationalmannschaft im Spiel gegen Portugal im letzten Monat nach anderthalb Jahren Verletzungszeit sein erfolgreiches Comeback.

Vom Hobbyjogger bis zum Spitzenfussballer

Neben dem Leistungssportler betreut die Sportmedizin Zentralschweiz auch Breitensportler und Sporteinsteiger. Sei es als Vorbereitung auf einen Marathon oder als Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss.

«Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Bewegungswissenschaftlern, Physiotherapeuten und Trainern ist eine individuelle und zielorientierte Betreuung garantiert», schreibt das Kantonsspital in einer Mitteilung. Die Sportmedizin Zentralschweiz ermögliche eine nachhaltige Therapie respektive ein effektives, sportartenspezifisches Training.

Die Behandlung findet in den Räumen des Sportgebäudes auf der Allmend statt. Neben dem eigenen Raumangebot gibt es in unmittelbarer Nähe Trainingsmöglichkeiten in der Kältekammer oder im Fitnesspark.

Betreuung der Athleten in Rio

Die Sportmedizin Zentralschweiz verfügt über ausgewiesene Fachkräfte in der Betreuung von Sportlern auf jedem Leistungsniveau. Diese stellen unter anderem an den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro die medizinische Versorgung der Spitzenathleten sicher und begleiten regionale Kadersportler in ihrer Laufbahn.

pd/rem

Hinweis: So viel kosten die Untersuchungen »

Bewegungswissenschaftler Elmar Anliker führt bei Burim Kukeli eine Kraftmessung am Knie durch. (Bild: Emanuel Ammon / Aura)

Bewegungswissenschaftler Elmar Anliker führt bei Burim Kukeli eine Kraftmessung am Knie durch. (Bild: Emanuel Ammon / Aura)