LUZERN: Neue Bauvorschriften sind unbestritten

Im Kanton Luzern werden die Bauvorschriften vereinfacht. Das Parlament hat am Montag den Beitritt zur Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) oppositionslos sowie das revidierte Bau- und Planungsgesetz mit 94 zu 2 Stimmen genehmigt.

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Die Baubranche im Kanton Luzern soll von einheitlicheren Regelungen bei den Baubegriffen profitieren. (Symbolbild Roger Grütter / Neue LZ)

Die Baubranche im Kanton Luzern soll von einheitlicheren Regelungen bei den Baubegriffen profitieren. (Symbolbild Roger Grütter / Neue LZ)

Die Neuerungen sollen die Arbeit von Architekten, Ingenieuren, Bauherren und Behörden einfacher machen. Das kantonale Gesetz gibt dabei Begriffe, Messgrössen und Berechnungen vor. Mögliche Höhen, Formen und Dichten von Bauten regeln weiterhin die Bauordnungen der Gemeinden.

Neu wird für die Begrenzung der Höhe statt die Geschosszahlen nur noch die Gesamthöhe eines Gebäudes relevant sein. Daraus leitet sich der Grenzabstand zu Nachbargrundstücken ab. Die Ausnützungsziffer wird durch eine Überbauungsziffer ersetzt, eine Art Fussabdruck, den ein Gebäude auf einem Grundstück hinterlassen darf.

Neues Gesetz gilt ab 2014

Das revidierte Planungs- und Baugesetz tritt auf Anfang 2014 in Kraft. Die neuen Bestimmungen gelten in einer Gemeinde aber erst dann, wenn diese ihre Nutzungspläne angepasst hat.

Mit 101 zu 7 Stimmen genehmigt wurde ferner in der zweiten Lesung eine Revision des Polizeigesetzes. Diese ermöglicht es der Polizei, zur Verhinderung von Straftaten wieder verdeckt ermittelt zu können. Die Gesetzesänderung ist eine Folge der neuen Schweizerischen Strafprozessordnung, die auf 2011 in Kraft getreten war.

sda