LUZERN: Neue Chance für Busbahnhof

Gibts künfitg doch Bushaltestellen über den SBB-Gleisen? Eine Vision des VBL-Direktors wird nochmals geprüft – gegen den Willen des Regierungsrats.

Hugo Bischof
Drucken
Teilen
Der Bahnhofplatz mit seinen Busperrons, fotografiert vom KKL aus. Allfällige weitere Perrons kämen auf den südlichen Gleisanlagen des Bahnhofs zu liegen (links, auf dem Bild nicht sichtbar). (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Der Bahnhofplatz mit seinen Busperrons, fotografiert vom KKL aus. Allfällige weitere Perrons kämen auf den südlichen Gleisanlagen des Bahnhofs zu liegen (links, auf dem Bild nicht sichtbar). (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Der Regierungsrat lehnte eine «Überdeckelung» der südlichen Gleisanlagen beim Bahnhof Luzern ab. Norbert Schmassmann, Direktor der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) und CVP-Kantonsrat, hatte dies mit einem Postulat im Kantonsparlament gefordert. Er will so Raum für weitere Busperrons schaffen, um den staugeplagten Bahnhofplatz zu entlasten.

Jetzt ist es in dieser Sache zu einer überraschenden Kehrtwende gekommen. Anfangs Woche hat das Kantonsparlament Schmassmanns Postulat nämlich gegen den Willen der Kantonsregierung deutlich überwiesen. Damit muss die Kantonsregierung das Anliegen nochmals prüfen.

Regierung ist für andere Variante

Regierungsrat Robert Küng argumentierte vergeblich dagegen. Das Vorprojekt Tiefbahnhof sei abgeschlossen. Die Anbindung des ÖV sei dabei geprüft worden. Es habe sich herausgestellt, dass eine Variante mit zusätzlichen Busperrons im Bereich Hauptpost die beste sei.

Dass nun seine Idee von Busperrons über den südlichen SBB-Gleisanlagen nochmals ins Rennen geht, freut VBL-Direktor Norbert Schmassmann. «Die verkehrliche Situation am Bahnhof Luzern ist wenig kundenfreundlich, unübersichtlich und birgt auch Unfallgefahren», sagt Schmassmann. Vor diesem Hintergrund und auch im Hinblick auf den geplanten Tiefbahnhof mache es Sinn, das heute nur ebenerdig genutzte Bahnhofareal mehrgeschossig zu nutzen. Ein zusätzlicher Bus-Hub auf überdeckelten Gleisen käme allen Verkehrsteilnehmern zugute, ist Schmassmann überzeugt.