LUZERN: Neue Flieger auf dem Flugplatz Emmen

Auf dem Flugplatz Emmen ist in diesem Sommer ein neuer Hangar gebaut worden. Er bietet Platz für mehrere hundert Flieger. Die Rede ist von Wildbienen.

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Das «Hotel» für die Bienen neben dem Flugplatz Emmen. (Bild: PD)

Das «Hotel» für die Bienen neben dem Flugplatz Emmen. (Bild: PD)

Die Luftwaffe hat in diesem Sommer auf ihrem Gelände eine Nisthilfe für Wildbienen gebaut. In der Schweiz existieren rund 600 verschiedene Arten. Die bekannteste Vertreterin ist die Honigbiene, die zu den wichtigsten Bestäubern von Wild- und Kulturpflanzen gehört.

«Durch das Aufstellen einer Nisthilfe entlang des Bänihüsli-Weges steht den Wildbienen wieder ein grösseres Angebot an Nistgelegenheiten zur Verfügung», schreibt die Armee in einer Mitteilung. Dies ist nötig, weil die Wildbiene vom Aussterben bedroht ist, was auf zwei Gründe zurückzuführen ist. Eine Ursache ist die intensivierte Landbewirtschaftung, welche zu einer zunehmenden Verknappung des Nahrungsangebotes führt. Daneben finden die Wildbienen kaum mehr geeignete Nistgelegenheiten.

In den Hohlräumen der Nisthilfe kann die Biene in maximal zwölf Brutkammern Eier ablegen. Ausgestattet ist das «Hotel» mit verschiedenen natürlichen Materialien wie Hölzer und Lehmziegel. Aufgrund der Tatsache, dass Wildbienen Einzelgänger sind und keine Honigvorräte anlegen, sind sie friedlich, und stechen nur im äussersten Notfall. Alle Infos stehen auch auf einer Informationstafel, die vom Schweizerischen Arbeitshilfswerk aufgestellt worden ist.

Mit diesem Projekt nehme die Luftwaffe ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt wahr. Das Errichten einer Nisthilfe sei ein exemplarisches Beispiel dafür, heisst es in einer Mitteilung.

pd/red