LUZERN: Neue Naturerlebnisstation im Eichwald

Im Eichwald in Luzern gibt ist ein besonderer Platz für die Umweltbildung geschaffen worden. Die ganz aus Eichenholz gebaute Naturerlebnisstation steht nicht nur Schulklassen, sondern der ganzen Bevölkerung offen.

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Kinder vergnügen sich in der neuen Naturerlebnisstation im Eichwald. (Bild: PD)

Kinder vergnügen sich in der neuen Naturerlebnisstation im Eichwald. (Bild: PD)

Aufgrund der vielen alten Eichen und der damit verbundenen seltenen Arten – vor allem holzbewohnende Käfer – hat der Eichwald eine besondere ökologische und kulturhistorische Bedeutung. Schon seit längerem bestand die Idee und das Bedürfnis, einen kleinen Teil des Eichwaldes für den Aufenthalt von Spielgruppen und Schulklassen nutzbar zu machen, ohne den Wert des Waldes zu schmälern. Dies teilten das Stadtforstamt der Korporation Luzern und die Albert Köchlin Stiftung am Freitag in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit.

Teil des Natur- und Erholungsraums Allmend

Mit dem Natur- und Erholungsraum Allmend hat die Stadt Luzern als Grundeigentümerin des Eichwalde die Grundlage zur Aufwertung der Luzerner Allmend in Bezug auf Ökologie, Erholung und Umweltbildung geschaffen.

Naturerlebnisstationen sollen Schulklassen und anderen Organisationen vor Ort Wissen über die Natur vermitteln. Aus einer Art Lernkiste können am jeweiligen Standort Unterrichtsmodule für die verschiedenen Schulstufen entnommen werden.

Der Eichwald, als einer der wichtigsten allmendtypischen Lebensräume, hat sich als Standort für eine solche Naturerlebnisstation besonders angeboten. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen den Eichwald mit seiner Geschichte und Ökologie näher zu bringen.

Als Platz ausgewählt wurde der nordöstliche Waldeingang, wo sich schon immer Schulklassen und Spielgruppen aufgehalten haben. In den letzten Wochen wurde der Platz eingerichtet und steht nun der Bevölkerung offen. Die Lernkiste ist noch in Ausarbeitung und wird in einem zweiten Schritt folgen.

Naturnahe Gestaltung des Platzes

Die einfache und naturnahe Gestaltung des Platzes war eines der Hauptanliegen des Stadtforstamtes. Aus diesem Grund wurde die Naturerlebnisstation nur aus unbehandeltem Holz gebaut. Das verwendete Eichenholz ist natürlicherweise sehr dauerhaft. Im Sinne der Nachhaltigkeit stammt dieses mehrheitlich aus dem Eichwald. Es wurden keine Eichen gefällt, sondern nur einige umgefallene oder abgestorbene Bäume genutzt.

Das zentrale Element des Platzes ist ein 5 Meter langer Tisch, welcher gross genug ist, damit eine Schulklasse Lektionen im Wald abhalten kann. Für Gruppenarbeiten können die benachbarten Holzhocker benutzt werden, die im Kreis angeordnet sind. Als spielerisches und gestalterisches Element wurde eine Baumkrone platziert, welche zum Klettern und Balancieren animiert.

Bei den umliegenden Eichen wurden Pflegeschnitte gemacht, um die Sicherheit zu garantieren. Ein grosser Berg aus Holzschnitzeln rundet den Platz ab und lädt zum Hüpfen, Rutschen und Graben ein. Auf den Bau einer Feuerstelle wurde bewusst verzichtet.

Alle Arbeiten wurden durch den Forstbetrieb der Korporation Luzern ausgeführt. «Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Albert Koechlin Stiftung eine Partnerin gefunden haben, um diesen langgehegten Wunsch umzusetzen», erläutert der Stadtoberförster Raphael Müller.

pd/zim

Für die Gestaltung des Platzes wurde ausschliesslich unbehandeltes Eichenholz verwendet. (Bild: PD)

Für die Gestaltung des Platzes wurde ausschliesslich unbehandeltes Eichenholz verwendet. (Bild: PD)

Mitarbeiter des Stadtforstamtes der Korporation Luzern bei der Fertigstellung der Naturerlebnisstation. (Bild: PD)

Mitarbeiter des Stadtforstamtes der Korporation Luzern bei der Fertigstellung der Naturerlebnisstation. (Bild: PD)