LUZERN: Neue Pförtneranlage soll Verkehr dosieren

Rund um die Baustelle Seetalplatz kommt es im Feierabendverkehr zu langen Staus und Wartezeiten. Täglich stockt der Verkehr auch beim Spital. Betroffen sind auch die Busse. Kanton und Stadt prüfen weitere Massnahmen.

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Verkehrsdienst beim Kreisel Kreuzstutz. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Verkehrsdienst beim Kreisel Kreuzstutz. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

«Am Seetalplatz selbst haben wir keine Verkehrsprobleme. Rundherum sieht es aber anders aus.» Das sagte Hans Ruedi Ramseier, Projektleiter der Seetalplatz-Baustelle beim Kanton Luzern, kürzlich in unserer Zeitung. ( Zum Artikel » ).

Das tägliche Verkehrschaos auf der Spitalstrasse hat auch die Stadtparlamentarier auf den Plan gerufen. In einer Dringlichen Interpellation kritisieren CVP, GLP und FDP, es komme von 16 bis 19 Uhr jeweils zum totalen Verkehrszusammenbruch, und das Kantonsspital als grösster Arbeitgeber der Stadt sei gar nicht mehr oder nur noch sehr beschränkt erreichbar.

In der am Donnerstag veröffentlichen Stellungsnahme des Stadtrates heisst es, dass er prüfe, ob beim Gasshof eingangs Littau eine Dosierstelle für den Verkehr in Betrieb genommen werden könnte, um den Kreisel Kreuzstutz sowie die Spitalstrasse vom Verkehr zu entlasten. Unter die Lupe genommen wird auch der Verkehrsdienst. Dieser ist seit vergangenem Freitag beim Sonnenplatz in Emmenbrücke sowie beim Kreisel Kreuzstutz in Luzern im Einsatz.

Mehr Polizeikontrollen in Quartieren

Laut dem Stadtrat ist nicht geplant, den Verkehr, der aus der Stadt fährt, zu dosieren, da entsprechende Stauräume fehlen. Dem Stadtrat ist es ein grosses Anliegen, die Wohnquartiere vor dem Ausweichverkehr zu schützen. Deshalb wird er bei der Polizei vermehrte Kontrollen beantragen, heisst es weiter.

Gut erreichbar für die Ambulanzen ist das Kantonsspital. Meist geschehe das ab dem Werksanschluss Lochhof. Zudem funktioniere in der Stadt die Gassenbildung gut, wenn Rettungsfahrzeuge im Einsatz sind.

vbl-Busse stecken im Stau

Probleme bereiten die Staus auch der vbl: Seit Beginn der Bauarbeiten am Seetalplatz haben die Verspätungen auf den Linien 1 (Obernau-Maihof), 12 (Gasshof-Bahnhof) sowie auf der Linie 18/19 (Friedental-Bahnhof) weiter zugenommen. Beispielsweise waren im letzten Monat auf der Linie 18 im Feierabendverkehr 73 Prozent aller Kurse mit einer Verspätung von mehr als vier Minuten unterwegs. Insgesamt stellt der Stadtrat auf der Spitalstrasse eine Zunahme des Verkehrs um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr fest.

rem

Mehr zum Thema am 19. April in der Neuen LZ