LUZERN: Neue Skisprung-Schanze im Verkehrshaus

Im Verkehrshaus wird der Traum vom Fliegen wortwörtlich wahr: Im Beisein von 200 Gästen ist am Montag die erste Hallen-Skisprung-Anlage der Welt eröffnet worden.

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Die Schweizer Skispringer Simon Ammann anlässlich der Eröffnung der neuen Attraktion «Skifliegen» in der Fliegerhalle des Verkehrshauses. (Bild: Photopress / Keystone)

Die Schweizer Skispringer Simon Ammann anlässlich der Eröffnung der neuen Attraktion «Skifliegen» in der Fliegerhalle des Verkehrshauses. (Bild: Photopress / Keystone)

Skispringer Simon Ammann wagt sich auf die neue Schanze im Verkehrshaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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32 Meter lang und 6 Meter hoch: die neue Schanze im Verkehrshaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Skisprung-Anlage ist laut Angaben des Verkehrshaus die weltweit Erste in einer Halle ist. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Ein junger Skispringer des Skispringclub Einsiedeln zeigt, wies geht. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Skispringer Simon Amman (links) und Martin Bütikofer, Direktor des Verkehrshaus, diskutieren über die Schanze. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Ein Kind fliegt auf der Indoor-Sprungschanze. (Bild: Photopress / Anthony Anex)
Gut gelaunt: Skispringer Simon Ammann. (Bild: Photopress / Anthony Anex)
Ein Kind macht einen Versuch. (Bild: Photopress / Anthony Anex)
Kinder bereiten sich darauf vor, ebenfalls von der Schanze zu springen. (Bild: Photopress / Anthony Anex)
Der Schweizer Skispringer Simon Ammann fliegt. (Bild: Photopress / Anthony Anex)
Die Springer müssen mindestens 6 Jahre alt sein und sich in guter körperlicher Verfassung befinden. (Bild: Photopress / Anthony Anex)
Der Schweizer Skispringer Simon Ammann durchschneidet das Band. (Bild: Photopress / Anthony Anex)
Auch Multimedia wird das Skispringen den Besuchern im Verkehrshaus näher gebracht. (Bild: Photopress / Anthony Anex)

Skispringer Simon Ammann wagt sich auf die neue Schanze im Verkehrshaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die Skisprung-Anlage, die laut Angaben des Verkehrshaus die weltweit Erste in einer Halle ist, wurde am Montagnachmittag in der Halle Luftfahrt im Verkehrshaus im Beisein mit Skispringer Simon Ammann eröffnet. Die neue Attraktion ist 32 lang und 8 Meter hoch und ein Gemeinschaftsprojekt der Schanzen Einsiedeln GmbH, von Swiss Ski und vom Verkehrshaus.

Die Museumsbesucher erhalten mit der neuen Anlage die Möglichkeit, das Skifliegen zu testen. Für das Publikum ist die Schanze ab dem 27. April in Betrieb. Ski, Schuhe, Anzug, Handschuhe, Helm und Startnummer stehen bereit. Unter kundiger Führung werden die Teilnehmer ins Skifliegen eingeführt. Die Springer müssen mindestens 6 Jahre alt sein und sich in guter körperlicher Verfassung befinden. Wer springt, erhält im Anschluss eine Urkunde. Das Thema Skifliegen wird zudem multimedial erklärt. Antworten gibt es auf die Fragen zum Verlauf der Flugbahn, zur Aerodynamik oder zu den Flugstilen.

Die Schanze in der Halle Luftfahrt entspricht der Grösse einer regulären Nachwuchsschanze. Der Unterbau besteht aus einer tragenden Stahlkonstruktion. Die Anlaufspur ist aus hochfestem Spezialkunststoff gebaut, der mit Porzellannoppen versehen ist, auf denen der Sprungski gleitet.

Das Skifliegen ist eine Variante des Skispringens, die auf besonders grossen Schanzen Flugweiten von über 250 Metern ermöglicht. Während der Skispringer den Gesetzen der Wurflehre unterliegt und wie ein Ball auf die Erde zurückfällt, kommt beim Skiflieger zusätzlich die Aerodynamik zum Tragen.

Am Anfang ihrer Entwicklung zum Ende des 19. Jahrhunderts waren Schanzen reine Schneehügel. Mit der wachsenden Popularität des Skispringens entwickelten sich die Schanzen stetig weiter. Bestanden sie am Anfang noch aus Holz, setzte man später auf Stahl- und Betonkonstruktionen.

HINWEIS:
Wer Lust hat auf mehr, wird auf der Schanze Einsiedeln ein Programm für Kinder und Jugendliche besuchen können; ganz nach dem Motto: «Schnuppern im Verkehrshaus, perfektionieren in Einsiedeln» (www.schanzeneinsiedeln.ch).

pd/rem