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VBL: Fahrgast-Rekord, mehr Angebot - und trotzdem 29 Mitarbeitende weniger

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) haben im vergangenen Jahr mit 50,1 Millionen so viele Fahrgäste befördert wie noch nie – dank neuer Angebote wie der Linie 5. Dennoch beschäftigt man weniger Personal.
Roman Hodel
Zwei VBL-Busse am Bahnhof. | Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 14. Mai 2018)

Zwei VBL-Busse am Bahnhof. | Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 14. Mai 2018)

Gute Laune herrschte am Montag bei den VBL-Verantwortlichen. Kein Wunder. Der Jahresbericht 2017 steckt voller guter Zahlen. Erstmals in der Geschichte knackten die VBL bei den Fahrgästen die 50-Millionen-Marke: 50,1 um genau zu sein. Das bedeutet ein Plus von 1,5 Millionen Fahrgäste im Vergleich zum Vorjahr. «Darauf dürfen wir stolz sein», sagte VR-Präsidentin Yvonne Hunkeler vor den Medien.

Möglich gemacht haben dies neue Angebote: Allen voran die im Dezember 2016 in Betrieb genommen Trolleybuslinie 5 von Kriens über den Pilatusplatz nach Emmenbrücke. «Die Fahrgastzahlen entwickeln sich hier erfreulich», sagte VBL-Direktor Norbert Schmassmann. Rund 1,6 Millionen Fahrgäste – etwa gleich viele wie die Linie 4 nutzten diese neue Verbindung im letzten Jahr. Dafür gingen die Zahlen auf der Buslinie 1 zwischen Kriens und Luzern-Bahnhof auf gewissen Abschnitten leicht zurück.

Dass der 5er die Luzerner Innenstadt bewusst nur streift, hindert offenbar selbst jene nicht daran, ihn zu benützen, die von Kriens explizit dorthin wollen. Manche fahren dann eben beispielsweise bis zum Kasernenplatz und gehen von dort zu Fuss in die Altstadt. Schmassmann sagt: «Die Erfahrung zeigt, wer in Kriens auf den Bus Richtung Stadt geht, nimmt den nächstbesten – egal ob 1er oder 5er.»

Der 2er im Hoch

Deutlich mehr Fahrgäste beförderten die VBL aber auch auf der Linie 2 – plus 17,1 Prozent. Das dürfte insbesondere daran liegen, dass diese zwischen Luzern und Emmenbrücke neu als Ersatz für die weggefallene Linie 53 dient. Schliesslich erweiterten die VBL die Anzahl Busverbindungen im Rontal aufgrund der Eröffnung der Mall of Switzerland.

Eine besondere Herausforderung stellte für die VBL überdies ein aussergewöhnliches Ereignis dar: Die Zugsentgleisung im März 2017, die den Bahnhof Luzern für mehrere Tage lahmgelegt hatte. Die VBL organisierten zusammen mit anderen Transportunternehmen einen Bahnersatz. VBL-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten insgesamt mehr als 600 zusätzliche Arbeitsstunden. Yvonne Hunkeler sprach von einer «Meisterleistung».

Passend zu den guten Fahrgastzahlen stieg der Umsatz von 88,2 Millionen Franken im 2016 auf 92,5 Millionen im letzten Jahr. Hier zeigte sich nun erstmals die Übernahme des Stanser Postautounternehmens Thepra AG über die ganzen zwölf Monate wirksam. Der Konzerngewinn betrug wie bereits im Vorjahr 1,3 Millionen Franken.

Zu vorsichtig neues Personal eingestellt

Die Anzahl Mitarbeitende lag laut Jahresbericht per Ende 2017 bei 512, zwölf Monate zuvor waren es noch 541 gewesen. Das sind 29 weniger - trotz Angebotsausbau. «Hauptgrund dafür ist, dass die Stundenlöhner neu nicht mehr in dieser Statistik erscheinen», sagte VBL-Sprecher Christian Bertschi. Weiter sei mit dem Verlust des Matt-Busses Hergiswil an die Auto AG Rothenburg ein Fahrauftrag verloren gegangen. Und schliesslich habe man bei natürlichen Fluktuationen eher zu vorsichtig wieder neues Personal eingestellt.

Aktuell beschäftigen die VBL 515 Personen. Eine Zahl, die gemäss Bertschi noch ansteigen wird: «Momentan befinden sich einige Personen in der Ausbildung für den Fahrdienst.» Allgemein sind die VBL-Mitarbeitenden zufriedener mit ihrem Arbeitgeber als auch schon: Auf einer Skala von 1 bis 10 lag die Zufriedenheit bei der Umfrage 2017 bei 8,2. Zum Vergleich: Bei der letzten Umfrage 2013 betrug der Wert 7,7.

Zu den Meilensteinen im laufenden Jahr gehört laut Norbert Schmassmann die schweizweite Einführung der Ticketing-App Fairtiq per 1. März – die VBL hat diese mitentwickelt. Zudem schreitet der Bau des zweiten Busdepots in Root voran. Ab 2019 kommen dort 27 Gelenkbusse unter – das Datum der Inbetriebnahme ist noch offen.

Der Wagenpark der VBL:

Typ 2017 2016
Total Fahrzeuge 168 171
Doppelgelenktrolleybusse 29 21
Gelenktrolleybusse 30 30
NAW-2-Achser-Trolleybusse 0 9
Anhänger 0 5
Normalautobusse 21 21
Gelenkautobusse 44 45
Hybridautobusse 3 3
Midibusse 13 12
Reisebusse 7 6
Postautos 21 19
Busse reihen sich vor dem KKL ein, um Pendler an Luzerner Vorortsbahnhöfe zu bringen. (Bild: René Meier (Luzern, 23. März 2017))

Busse reihen sich vor dem KKL ein, um Pendler an Luzerner Vorortsbahnhöfe zu bringen. (Bild: René Meier (Luzern, 23. März 2017))

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