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LUZERN: Neuer Anlauf für Ausbau der Kantonsstrasse in Kriens

34 Einsprachen gab es vor drei Jahren gegen den Ausbau der Kantonsstrasse. Seither ist es ruhig geworden um das Projekt – zum Ärger des Gemeinderats. Doch nun kommt Bewegung in die Sache.
Stefan Dähler
Für die Kantonsstrasse, hier auf der Höhe Schappe-Center, wird ein neues Bauprojekt ausgearbeitet. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 26. Juli 2017))

Für die Kantonsstrasse, hier auf der Höhe Schappe-Center, wird ein neues Bauprojekt ausgearbeitet. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 26. Juli 2017))

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Für 22,5 Millionen Franken sollte die Kantonsstrasse zwischen der Busschleife und der Kreuzung Hergiswaldstrasse im Obernau umgebaut und verbreitert werden. Das vom Kanton geplante Projekt lag 2014 auf und sorgte für grosse Diskussionen. 34 Einsprachen gingen insgesamt ein (wir berichteten). Seiher scheint es auf Eis zu liegen. Ursprünglich war von einem möglichen Baustart Ende 2015 die Rede, inzwischen geht die Gemeinde Kriens davon aus, dass nicht vor 2020 gebaut wird.

«Das ist aus unserer Sicht ärgerlich», sagt Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne). «Das Projekt ist von grosser Bedeutung für die ganze Agglomeration, zumal es für alle vier Verkehrsträger einen grossen Nutzen bringen würde.» So seien im Projekt Buspriorisierungen vorgesehen gewesen, aber auch Massnahmen zur Verflüssigung des Gesamtverkehrs. «Doch wir werden vom Kanton seit Jahren vertröstet.»

Anfang 2018 soll das Projekt neu aufgelegt werden

Das Projekt liegt jedoch alles andere als auf Eis, wie Daniel Ender, Projektleiter bei der kantonalen Dienststelle Verkehr und Infrastruktur, auf Anfrage sagt. Ein überarbeitetes Projekt befinde sich kurz vor dem Abschluss. «Im August beginnt die interne Vernehmlassung.» An dieser beteiligen sich verschiedene kantonale Dienststellen, die Polizei und auch die Gemeinde Kriens. «Voraussichtlich Anfang 2018 wird das Projekt dann erneut öffentlich aufgelegt.»

Die erste Auflage fand im Frühling 2014 statt. Wieso hat die Überarbeitung des Projekts drei Jahre gedauert? «Es wurden verschiedene neue Elemente in das Projekt aufgenommen», sagt Ender. «Am aufwendigsten waren vertiefte Abklärungen zum Hochwasserschutz am Krienbach.» Diese habe man nach dem Unwetter im Sommer 2014 getätigt, als es in Kriens zu grossen Schäden kam. Zudem habe man die aktuellen Vorgaben zum behindertengerechten Bauen berücksichtigt und «das Projekt bezüglich Langsamverkehr optimiert». Es sei in dicht besiedeltem Gebiet immer aufwendig, zu planen. «Die Verhältnisse sind eng, es gibt viele betroffene Anstösser.»

Wie viel das Projekt nun kosten wird, sei noch nicht bekannt. Aufgrund der neuen Projektteile werde der Betrag aber höher sein als die beim ersten Projekt eingeplanten 22,5 Millionen Franken.

Im ersten Projekt war unter anderem vorgesehen, die Strasse zu verbreitern, um etwa kurze Spuren für abbiegende Autos zu schaffen – so bei der Kreuzung Feldmühle, wo man in Richtung Sonnenberg abbiegen kann. Weiter waren für die Busbevorzugung Dosierungsampeln geplant. Diese hätten während der Hauptverkehrszeiten die Fahrzeuge im Obernau aufgehalten, damit der Verkehr auf der Höhe Schappe-Center flüssiger läuft.

Gemeinde wünscht einen Veloweg

Zu reden gab bei der Auflage 2014 aber vor allem die geplante Aufhebung von Busbuchten. Besonders der Gewerbeverband lief dagegen Sturm (wir berichteten). Auch die Gemeinde Kriens reichte eine Einsprache ein, in der sie einen Veloweg bergwärts forderte. «Die Gemeinde steht dennoch hinter dem Projekt», betont Wiget. «Ein Veloweg würde auch den Autofahrern und Bussen helfen. Derzeit ist die Strasse so eng, dass sie die Velos gar nicht überholen können.»

Konnten die Anliegen der 34 Einsprecher berücksichtigt werden? «Es sind gewisse Punkte aufgenommen worden», sagt Daniel Ender. Details könne er aber in der aktuellen Phase noch keine nennen. Ob die erwähnte Optimierung für den Langsamverkehr der Forderung der Gemeinde entspricht, wird sich zeigen. Der budgetlose Zustand hat übrigens keinen Einfluss auf den Zeitplan. «Es handelt sich um ein laufendes Projekt, die Arbeiten wurden bereits vor dem budgetlosen Zustand ausgelöst», sagt Ender.

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