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LUZERN: Neuer Kies für die Reuss-Fische

Viele Fischarten brauchen Kies zum Laichen. In der Reuss wird nun künstlich nachgeholfen.

In den vergangenen Jahren hat die Flussströmung der Reuss grosse Mengen an Kies abgetragen. Da sowohl der Vierwaldstättersee als auch der Krienbach kein Material nachliefern, ist es nötig, zusätzlich Kies in die Reuss zu schütten, damit Laichplätze für Fische geschaffen werden können. Aus diesem Grund hat die Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern (LAWA) in Zusammenarbeit mit der Korporation Luzern ein Projekt ausgearbeitet. In diesem Monat werden rund 300 Kubikmeter Kies beim Naturhistorischen Museum, beim Nölliturm sowie bei der Fluhmühle in die Reuss geschüttet. Das Material stammt vom vorhandenen Emmenschotter vom Reusszopf.

Thomas Küng, der kantonale Fischereiaufseher, erklärt den Ablauf der Kieszufuhr: «Der Kies wird als Haufen in die Reuss geschüttet und wird sich mit der Flussströmung verteilen. So setzt er sich auf natürliche Art und Weise dort ab, wo die Fische es brauchen.» Die Verantwortlichen haben die Standorte und Mengen so festgelegt, dass sich der Kies optimal an den potenziellen Laichplätzen ablagert.

Die Fische benötigen den Kies, um eine Laichgrube für die Fischeier zu graben, in welcher die Eier vor Gefahren geschützt sind. «Je nach Fischart benötigen die Tiere unterschiedliche Lebensräume, um ihre Eier abzulegen und das Überleben ihrer Nachkommen zu sichern. Besonders die Seeforelle und die Äsche profitieren in der Reuss vom kiesigen Untergrund», so Thomas Küng. Der Kies wird der Reuss in mehreren Etappen zugeführt. So soll verhindert werden, dass die Fische durch die plötzlichen Kiesladungen zu sehr aufgeschreckt werden.

Die Kosten in der Höhe von 14000 Franken trägt zu einem grossen Teil der Ökofonds von EWL (Energie Wasser Luzern). Der Restbetrag wird von verschiedenen weiteren Organisationen übernommen, denen der Fortbestand der einheimischen Fischarten am Herzen liegt.

Damit die Wirkung der Massnahme überprüft werden kann, hat die Projektleitung ein Monitoring vorgesehen. Dadurch wird ersichtlich, inwiefern sich der Eingriff in die Natur gelohnt hat und ob eine allfällige Fortsetzung nötig ist, um den Fortbestand der einheimischen Fische dauerhaft zu garantieren. (chi)

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