So können Senioren die Stadt Luzern zu Fuss entdecken

Die Stadt Luzern präsentiert ein Büchlein mit hilfreichen Spazier- und Wandertipps durch diverse Quartiere. Diese reichen von Kurzstrecken in der Innenstadt bis zu ausgedehnten Erkundigungen in städtischen Rand- und Waldgebieten.

Theres Bühlmann
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Stadtrat Martin Merki mit dem neuen Spazierweg-Führer unterwegs in der Nähe des Schulhauses Matt. (Bild: Dominik Wunderli, Littau 19. Juli 2019)

Stadtrat Martin Merki mit dem neuen Spazierweg-Führer unterwegs in der Nähe des Schulhauses Matt. (Bild: Dominik Wunderli, Littau 19. Juli 2019)

Ob gemütlich am See entlang schlendern oder zügig über Wiesen, Felder und durch den Wald marschieren - Spaziergänge sind gesund, halten fit und sind Balsam für Körper und Seele. Besonders für ältere Menschen ist regelmässige Bewegung wichtig und wertvoll. Deshalb hat die Stadt Luzern unter dem Titel «Entdecken, Bewegen, Begegnen – Spaziergänge im Quartier für ein gesundes Altern» eine Broschüre herausgegeben. Diese soll vor allem Seniorinnen und Senioren motivieren, die Quartiere der Stadt Luzern neu zu entdecken. «Regelmässige Bewegung ist für uns alle wichtig und unterstützt ein positives Lebensgefühl», sagt Luzerns Sozial- und Sicherheitsdirektor Martin Merki (FDP), der auch für die städtische Alterspolitik zuständig ist.

Auf 64 Seiten sind in der Broschüre 18 Spaziergänge beschrieben, von gemütlich bis anspruchsvoll, verteilt auf 6 Stadtteile. Kartenausschnitte informieren sehr anschaulich unter anderem über Auf- und Abstiege, Sitzbänke, Feuerstellen, Aussichtspunkte, Anschlüsse an den öffentlichen Verkehr und ob der Weg für Gehbehinderte geeignet ist.

Bis zu 8 Kilometer lange Wanderungen

Die beschriebenen Strecken reichen von kurzen Spaziergängen (beispielsweise vom Vögeligärtli zum Helvetiaplatz) bis zur 8,2 Kilometer langen Wanderung vom Dietschiberg über die Sonnmatt bis zur Haldenstrasse. In 44 Beiträgen werden auch verschiedene Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenattraktionen beschrieben. So kann man nachlesen, was es mit der dreieinhalb Meter hohen Figur «Heinz» am Kreuzstutz-Kreisel auf sich hat, wo sich der Josi-J.-Meier-Platz befindet oder wieviel Strom das Kleinwasserkraftwerk Mühlenplatz jährlich produziert.

Die Idee zu dieser Broschüre entstammt dem Sicherheitsbericht 2016 der Stadt Luzern, bei dem das Thema «Alter und Sicherheit» im Mittelpunkt stand. Mirjam Müller-Bodmer von der Abteilung Alter und Gesundheit hat zusammen mit der Grafikerin Yvonne Portmann und dem Journalisten Beat Bühlmann sowie in Zusammenarbeit mit Quartiervereinen diese Informationsschrift konzipiert. Martin Merki sagt:

«Die Spaziergänge sollen zu Begegnungen und Gesprächen mit Nachbarn und den Bewohnern im Quartier anregen, Beziehungen wieder aufleben lassen oder neue knüpfen und so das persönliche Sicherheitsgefühl stärken.»

Der FDP-Stadtrat hat mit der Autorin dieses Textes am letzten Freitag die Route Nummer 1 unter die Füsse genommen. Diese führt vom Schulhaus Matt in Littau zum Schwimmbad Zimmeregg, durch den Wald am Längweiher entlang, mit schöner Aussicht auf die Rigi, die man auf einer Bank unter schattenspendenden Bäumen geniessen kann, bis zum Gasthaus zum Ochsen. Eine empfehlenswerte Tour, die in der Broschüre gut verständlich beschrieben ist.

Die Broschüre wurde im vergangenen Mai erstmals vorgestellt – mit geführten Spaziergängen, bei denen jeweils ein Mitglied des Stadtrates dabei war. Rund 70 Personen konnten dabei jedes Mal begrüsst werden. Merki sagt:

«Die Reaktionen fielen sehr positiv aus, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert, einen gemeinsamen Spaziergang zu unternehmen, diesen in Gesellschaft zu erleben und zu geniessen.»

Daher überlege man sich, weitere solche geführten Spaziergänge anzubieten. Die Broschüre ist auch für Auswärtige hilfreich, zum Beispiel für jene, die einige Jahre in Luzern arbeiteten, mehr oder weniger aber nur den Bahnhof, die Busstation, das Büro oder die Altstadt zu Gesicht bekamen. Wer sich fragt, wie es wohl im Gütschgebiet aussieht, oder was es im Büttenen zu entdecken gibt, hat mit dem neuen Büchlein nun eine zusätzliche Motivation, auch wirklich einmal hinzugehen.

Hinweis: Die Broschüre kann beim Empfang im Stadthaus oder in den Quartierbüros gratis bezogen werden. Online herunterladen ist ebenfalls möglich und zwar auf: www.ages.stadtluzern.ch (Bereich «Dokumente»).