LUZERN: Neues Uni-Gesetz fällt bei Parteien durch

Der Kantonsrat soll zu neuen Fakultäten an der Uni nichts mehr zu sagen haben. Die Spezialisten im Parlament lehnen diesen Vorschlag der Regierung ab.

Susanne Balli
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Vorlesung in der Uni Luzern. Werden hier bald auch Wirtschafts­studenten ausgebildet? (Bild Corinne Glanzmann)

Vorlesung in der Uni Luzern. Werden hier bald auch Wirtschafts­studenten ausgebildet? (Bild Corinne Glanzmann)

Der neunköpfige Universitätsrat mit Bildungsdirektor Reto Wyss an der Spitze soll künftig eigenmächtig über neue Fakultäten entscheiden können. Dies schlägt die Regierung im überarbeiteten Universitätsgesetz vor. Die Regierung begründet ihre Haltung damit, dass die meisten anderen Unis die gleiche Regelung kennen würden. Reto Wyss: «Es braucht schon eine stichhaltige Begründung, warum Luzern bei dieser Frage von dem abweichen soll, was schweizweit üblich ist.

Auch CVP-ler gegen Regierung

Mit dieser Haltung beisst Wyss jedoch auf Granit, selbst bei Parteikollegen, wie unsere Umfrage bei aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Bildungskommission zeigt. So sagt Wyss› CVP-Kollege Jakob Lütolf: «Es ist sehr heikel, dass der Universitätsrat selber über neue Fakultäten entscheiden soll.» Ins gleiche Horn stossen die Grüne Monique Frey, SP-Vertreterin Priska Lorenz und SVP-Frau Barbara Lang.

Einzig FDP-Politiker Andreas Moser zeigt ein gewisses Verständnis für den Vorschlag der Regierung, wenn er sagt: «Grundsätzlich sind mehr Handlungsfreiheiten und Eigenverantwortung zu begrüssen.»

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