LUZERN / NIDWALDEN: Pläne für Fusion der Spitäler Luzern und Stans

Die beiden Kantonsspitäler Luzern und Stans werden möglicherweise unternehmerisch zusammengeführt. Die Kantonsregierungen wollen bis Mitte 2015 Formen der Zusammenarbeit prüfen lassen.

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Luzerns Gesundheitsdirektor Guido Graf mit seiner Nidwaldner Kollegin Yvonne von Deschwanden nach der Vertragsunterzeichnung für Lunis im Februar 2011. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Luzerns Gesundheitsdirektor Guido Graf mit seiner Nidwaldner Kollegin Yvonne von Deschwanden nach der Vertragsunterzeichnung für Lunis im Februar 2011. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Die beiden Kantone Luzern und Nidwalden ziehen nach drei Jahren Zusammenarbeit im Rahmen der gemeinsamen Spitalregion (Lunis) eine positive Bilanz. Sie sind deshalb übereingekommen, dass sie den Vertrag nicht kündigen, sondern im Gegenteil die Zusammenarbeit intensivieren wollen. Deshalb wird der Vertrag um weitere vier Jahre verlängert, wie die Kantone am Mittwoch mitteilen.

Am 1. Januar 2012 ist der Vertrag in Kraft getreten, der den Betrieb des Kantonsspitals Nidwalden mit dem Luzerner Kantonsspital im Hinblick auf eine gemeinsame Spitalregion regelt. Der Vertrag wurde für eine Dauer von vier Jahren bis Ende 2015 abgeschlossen. Seit 2012 werden die beiden Spitäler von einem personell identischen, achtköpfigen Spitalrat unter dem Präsidenten Beat Villiger geführt.

Die Projektleitung der gemeinsamen Spitalregion soll nun aufzeigen, welche Auswirkungen eine Fusion, eine Holdinggesellschaft oder eine andere Form der Zusammenführung auf die Versorgungsqualität und das Personal hätten, und welches die juristischen, politischen und finanziellen Folgen sind. In jedem Fall sei die Spitalregion offen für weitere Spitäler, heisst es weiter.

Das Projekt Lunis war eine Reaktion auf die neue Spitalfinanzierung, die den Wettbewerbsdruck auf die Spitäler erhöhte. Fernziel war von Beginn weg die Schaffung eines gemeinsamen Spitalunternehmens.

Das Luzerner Kantonsspital führt Spitäler in Luzern, Sursee und Wolhusen sowie die Höhenklinik Montana. Es hat 900 Betten und behandelt jährlich 36'000 stationäre und 148'000 ambulante Fälle.

Das Kantonsspital Nidwalden hat 90 Betten und befindet sich in Stans. Jährlich behandelt es 4400 stationäre und 13'300 ambulante Fälle.

rem/sda