LUZERN: Noch über 1100 Lehrstellen sind nicht besetzt

Im Kanton planen im Sommer über 4500 Jugendliche den Schritt in die Berufswelt. Weil die Marktsituation derzeit entspannt ist, sollten alle eine Lehrstelle finden.

Pd/Rem
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Pascal Schmutz, Lehrling im dritten Lehrjahr, wird bei der Firma Galliker Transport AG in Altishofen zum Lastwagenmechaniker ausgebildet. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Pascal Schmutz, Lehrling im dritten Lehrjahr, wird bei der Firma Galliker Transport AG in Altishofen zum Lastwagenmechaniker ausgebildet. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Anfang Juli beenden im Kanton Luzern 3747 Jugendliche - praktisch gleich viele wie im Vorjahr - die Schule. Zusätzlich treten rund 800 junge Leute aus Brückenangeboten oder einem Zwischenjahr in die Berufswelt ein. Die Situation ist aber entspannt, denn das Angebot an Lehrstellen ist zahlenmässig ausreichend, wie die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung am Montag mitteilt. Aktuell werden rund 5000 Lehrstellen angeboten, 160 mehr als im letzten Jahr. Bereits genehmigt hat die Dienststelle 3840 Lehrverträge.

Der Trend, Lehrverträge immer früher abzuschliessen, scheint ungebrochen. Besonders leistungsstarke Schüler sind bei den Ausbildungsbetrieben begehrt und erhalten die Zusage für eine Lehrstelle nicht selten schon Ende der 8. Klasse. Um dieser Situation entgegen zu wirken, werden vor dem 1. September keine Lehrverträge mehr ausgestellt.

Zu wenig Ausbildungsplätze

Schülern mit unterdurchschnittlichen Schulleistungen, Defiziten bei den Sozialkompetenzen oder mangelnden Deutschkenntnissen bereitet die Suche nach einer Lehrstelle Mühe, trotz grundsätzlich entspannter Marktsituation, denn sie erfüllen oftmals die Voraussetzungen für eine dreijährige Berufslehre nicht und sind darauf angewiesen, einen Platz in einer zweijährigen beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest zu finden. Hier mangelt es allerdings an Ausbildungsplätzen.

850 Jugendliche haben derzeit keine Anschlusslösung nach den Sommerferien. Etwa 650 Jugendliche dürften ein Zwischenjahr machen. Weitere 200 Schulabgänger ohne Anschlusslösung erfüllen die Voraussetzungen für den Beginn einer Berufslehre. Für sie bestehen gute Chancen, mit professioneller kantonaler Unterstützung bis im Sommer noch eine Lehrstelle zu finden.