Baustart für Grossprojekt am Seetalplatz beim Kino Maxx

Am Seetalplatz Emmen entsteht mit dem Bauprojekt «4Viertel» ein neues Quartier. Als erstes wird das bestehende Hauptgebäude mit Einkaufscenter und Maxx-Kino erneuert.

Hugo Bischof
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Gebäudekomplex beim Kino Maxx

Bild: Boris Bürgisser

«4Viertel» heisst das erste grosse Bauprojekt, das auf dem neu gestalteten Seetalplatz in Emmenbrücke entstehen wird. Der auf rund 38 000 Quadratmetern Gesamtfläche geplante Gebäudekomplex besteht aus drei Neu- und Anbauten am bestehenden Hauptgebäude mit Kino Maxx und heutigem Einkaufscenter. Alleiniger Investor ist seit kurzem ein Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management. Der Fonds hat die beiden bisher der Viscosuisse Immobilien AG gehörenden Teilprojekte übernommen. Das teilte Credit Suisse Asset Management (CSAM) am Mittwoch mit. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Entworfen wurde das Projekt vom Architekturbüro Lussi + Partner AG Luzern, das 2017 den entsprechenden Architekturwettbewerb gewann. Ursprünglich hiess das Projekt «Metropolis». Eine rechtsgültige Baubewilligung liegt gemäss CSAM seit Mitte März 2020 vor.

Als erstes starten nun die Bauarbeiten am bestehenden Hauptgebäude. Dieses bleibt in seiner aktuellen Form bestehen; auch die heutigen Geschäfte bleiben erhalten. Es wird jedoch hin zum Seetalplatz um ein zusätzliches Gebäude erweitert. Der Haupteingang erfolgt neu direkt vom Seetalplatz über das neue Gebäude in das grosszügige Foyer. Die heutige Aussentreppe wird aufgehoben.

Hauptgebäude wird 34 Meter hoch

Das neue, strassenseitige Volumen weist zum Seetalplatz hin eine Höhe von rund 34 Metern auf. Das ist fast doppelt so viel wie heute. Die derzeitige Gebäudehöhe beträgt 18 Meter. Der Neubau wird somit eines von vier «höhendominierenden» Gebäuden sein, wie sie im Masterplan für die Seetalplatz-Gesamtüberbauung vorgesehen sind. Die maximale Gebäudehöhe ist definiert durch die Anflugschneise auf den Flugplatz Emmen. Das neue Hochhaus wird neun Stockwerke umfassen. Neben den Gewerbe- und Gastroflächen in den beiden untersten Geschossen wird es im Gebäude gemäss CSAM vorwiegend Wohnungen geben. 

Eines der geplanten neuen Gebäude wird auf dem heutigen Parkplatz nördlich des Maxx-Kinopalasts entstehen.

Eines der geplanten neuen Gebäude wird auf dem heutigen Parkplatz nördlich des Maxx-Kinopalasts entstehen.

Visualisierung: PD, Nightnurse Images GmbH

Während der ganzen Bauarbeiten könne der Betrieb des Kinos Maxx und der dortigen Einkaufsläden ohne Unterbruch weitergeführt werden, «allenfalls mit leichten Einschränkungen», sagt Marcel Denner, der zuständige Fondsmanager der Credit Suisse. Was das Kino Maxx betrifft, gab es ursprünglich Überlegungen, die Anzahl Kinosäle zu erhöhen. Darauf werde nun verzichtet, sagt Denner:

«Das Kino Maxx bleibt gleich gross wie heute.»

Ein zusätzlicher neuer Gebäudekomplex mit Büros und Gewerbe entsteht im Rahmen des Gesamtprojekts auf dem heutigen Parkplatz nördlich des Hauptgebäudes, zwischen Kino Maxx und Viscosistadt. Ebenfalls neu wird ein langgezogenes Wohngebäude entlang der Emme erstellt. Damit werde in diesem Gebiet ein neues Quartier entstehen, schreibt die CSAM, «mit einem vielfältigen Angebot und einem ausgewogenen Nutzungsmix aus Büros, Wohnungen, Verkaufs- und Freizeitflächen». Unter anderem sollen so insgesamt 192 moderne Wohnungen entstehen.

Die geplanten Gebäude entlang der Emme.

Die geplanten Gebäude entlang der Emme.

Visualisierung: PD, Nightnurse Images GmbH

Beim Bau auf dem neu entwickelten Areal ergeben sich gemäss CSAM wesentliche Synergien, unter anderem dank einer gemeinsamen Tiefgarage. «Das dürfte die Bauzeit erheblich verkürzen», sagt Marcel Denner, der zuständige Fondsmanager. Eine Erstnutzung sei deshalb voraussichtlich bereits 2023 möglich. Für Denner ist klar: «Wir erachten diese Investition als wertvoll für das Fondsportfolio.» Wie hoch die gesamte Investitionssumme ist, wird nicht bekannt gegeben.

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