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LUZERN: Notfallseelsorge hilft sich selbst

Ob bei Suizid, überraschenden Todesfällen oder Unfällen: Die Notfallseelsorge/das Care-Team des Kantons Luzern kümmert sich um die Angehörigen. 73 Mal standen die Männer und Frauen der Organisation letztes Jahr im Einsatz (Ausgabe vom 24. Januar). Das sind zwar 9 Einsätze weniger als 2015. Aber die aufgewendete Zeit pro Einsatz steigt stetig: 7,7 Stunden 2014, 8,7 Stunden 2015, 10 Stunden 2016.

Das hat nicht nur mit komplexer werdenden Fällen zu tun, sagt Bereichsleiter Christoph Beeler-Longobardi. Sondern auch mit neuen Einsatzrichtlinien. Diese besagen, dass Zivilschutzorganisationen mit Pikettdienst wie die Notfallseelsorge in der Regel in Zweierteams ausrücken müssen. «So wird rein rechnerisch ein fünfstündiger Einsatz zu einem zehnstündigen.»

34 Mitarbeiter – 50 wären nötig

Die Zweierbesetzung macht laut Beeler durchaus Sinn. So könne sich zum Beispiel jemand nach einem tödlichen Arbeitsunfall um die Familie kümmern und der zweite Betreuer um Arbeitskollegen und Vorgesetzte. Der Haken ist der hohe Personalbedarf: 34 Mitarbeiter zählt das Care-Team derzeit, 50 wären eigentlich nötig. Nicht einfacher wird die Lage dadurch, dass die Notfallseel­sorge als Zivilschutzorganisation eigentlich keine Personen mehr beschäftigen darf, die das AHV-Alter erreicht haben.

Eineinhalb Jahre hat die Notfallseelsorge mit den drei Landeskirchen und dem Zivilschutz über einer Lösung gebrütet. Und nun per Anfang 2017 eine gefunden: Ein Fonds, verwaltet von der römisch-katholischen Landeskirche, gespiesen durch Spenden und Kollekten. «So können wir Personen im AHV-Alter weiterbeschäftigen und die dafür notwendigen Auslagen wie Spesen und Taggelder aus dem Fonds bezahlen», sagt Beeler. Das habe zudem den Vorteil, dass Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden können, die über eine grosse Lebenserfahrung verfügen. Das Startkapital des Fonds beträgt 10000 Franken, wie die römisch-katholische Landeskirche auf Anfrage mitteilt. (avd)

Hinweis

Spenden an CH81 8121 2000 0002 6440 2, römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern, Synodalverwaltung, Abendweg 1, Postfach, 6000 Luzern 6, Vermerk «Fonds Notfallseelsorge».

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