LUZERN: Nun sollen auch Töff-Fahrer fürs Parken zahlen

Die SP und die Grünen fordern in einem Postulat, dass Motorräder und Roller fürs Parkieren in der Stadt zahlen sollen. Für bürgerliche Parteien ist dies eine reine «Schikane».

Christian Hodel
Merken
Drucken
Teilen
Für Motorrad- und Rollerfahrer soll nach Ansicht der SP und Grünen das Parkieren in der Stadt kostenpflichtig werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Für Motorrad- und Rollerfahrer soll nach Ansicht der SP und Grünen das Parkieren in der Stadt kostenpflichtig werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Künftig sollen Motorräder und Roller im Stadtzentrum nicht mehr gratis parken dürfen. Das verlangen die SP und die Grünen mit einem Postulat im Grossen Stadtrat. Unterschrieben haben den Vorstoss auch die Grünliberalen Laura Kopp und Andras Özvegyi.

Stefanie Wyss, Grossstadträtin der Jungen Grünen, sagt: «Es gibt zu viele Motorrad- und Rollerfahrer in der Stadt.» Mit Parkgebühren für motorisierte Zweiräder würden der Verkehr eingedämmt, der Lärm reduziert und die Strassen wären für Fussgänger und Velofahrer sicherer.

Wie die Umsetzung konkret aussehen soll, ist noch nicht klar. Möglich wäre, an verschiedenen Orten in der Stadt Luzern – etwa beim Bahnhof – Parkfelder mit Parkuhren zu errichten. Ein solches Modell wird zum Beispiel in Basel-Stadt umgesetzt. Hier werden bis im Herbst 36 Standorte mit gesamthaft 334 kostenpflichtigen Plätzen für Motorräder- und Roller zur Verfügung stehen.

Bürgerliche Parteien sind dagegen

Wann der Luzerner Stadtrat das Postulat beantworten wird, ist noch unklar. Fest stehen aber die Meinungen der nicht unterzeichnenden Parteien im Grossen Stadtrat. SVP, FDP und CVP können sich für den Vorschlag nicht begeistern. Thomas Gmür, Fraktionschef der CVP im Grossen Stadtrat, sagt etwa: «Die Idee ist lediglich eine Schikane mehr.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.