LUZERN: Nur kurze Entspannung im Asylbereich

Die Zahl der Asylbewerber ist derzeit tiefer als auch schon. Das wird sich im Sommer ändern – und Probleme verursachen.

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Das Asyl-Bundeszentrum in Nottwil wird im Juli geschlossen. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Das Asyl-Bundeszentrum in Nottwil wird im Juli geschlossen. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Weil Luzern dem Bund in Nottwil einen Standort für ein Asyl-Bundeszentrum zur Verfügung stellt, profitiert Luzern und muss weniger Asylbewerber aufnehmen. Weil diese Unterkunft am 6. Juli schliesst, muss Luzern ab diesem Zeitpunkt wieder so viele Asylbewerber aufnehmen wie früher: 4,9 Prozent aller Asylsuchenden in der Schweiz.

Kein Standort für Bundeszentrum

Ab Sommer also ist es mit der Entspannung im Asylbereich wieder vorbei. Sozial- und Gesundheitsdirektor Guido Graf sucht deshalb fieberhaft weiter nach kantonalen Zentren. Derzeit ist nur der 120 Plätze bietende Sonnenhof in Emmenbrücke in Betrieb. Diese Plätze sind alle belegt.

Fragen kann man sich vor diesem Hintergrund, warum die Regierung nicht weiterhin einen Standort für ein Bundeszentrum anbietet. Graf: «Es gibt im Kanton Luzern kein geeignetes Objekt. Die Anlagen im Eigenthal und in Nottwil waren beziehungsweise sind nur Notunterkünfte.» Eine Verlängerung der Betriebsdauer in Nottwil komme genauso wenig in Frage wie die Wiederaufnahme des Zentrums im Eigenthal.

Auf Gemeinden verteilen

Ultima ratio ist der von Graf bereits früher geäusserte Plan, Asylbewerber auf die Gemeinden zu verteilen. Graf will «im Sommer» kommunizieren, ob und wann er diese Absicht umsetzen will. Als kritische Grösse bezeichnet der CVP-Politiker 1200 bis 1250 Asylbewerber, die der Kanton Luzern unterbringen muss. Aktuell sind es weniger als 1100.

Lukas Nussbaumer

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