LUZERN: «Opera»-Chef wurde verhaftet

«Opera»-Chef Milos Kant soll Angestellte dazu gezwungen haben, eine Schuldanerkennung zu unterschreiben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Thomas Heer
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Im Club Opera in der Stadt Luzern wird nach wie vor gefeiert – auch wenn der Geschäftsführer verhaftet wurde. (Bild: Archiv Neue LZ)

Im Club Opera in der Stadt Luzern wird nach wie vor gefeiert – auch wenn der Geschäftsführer verhaftet wurde. (Bild: Archiv Neue LZ)

Am Montag bekamen die Verantwortlichen des Luzerner Clubs «Opera» Besuch von der Polizei. Simon Kopp, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigt, dass die Büroräumlichkeiten und die Privatwohnung des Geschäftsführers durchsucht wurden. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten diverses Material. Kopp sagt: «Zudem wurde der verantwortliche Geschäftsführer befragt und vorläufig festgenommen.»

Beträge im fünfstelligen Bereich

«Opera»-Chef Milos Kant wird vorgeworfen, dass er ehemalige Angestellte dazu gedrängt haben soll, Schuldanerkennungen zu unterschreiben und zwar über Beträge in fünfstelliger Höhe. Weshalb es dazu kam, liegt höchstwahrscheinlich in folgendem Umstand begründet: Offensichtlich fühlte sich Kant von einem Teil seiner Angestellten hintergangen. Und zwar ging es um entwendetes Geld sowie Getränke, die angeblich illegal gratis an Gäste abgegeben wurden. Anstatt die Behörden einzuschalten und allenfalls Strafanzeige gegen mutmasslich fehlbare Mitarbeiter einzureichen, hat der «Opera»-Chef das Heft offenbar selber in die Hand genommen – und liess eine Mitarbeiterin unter Ausübung massiven Druckes eine Schuldanerkennung unterschreiben. Die Staatsanwaltschaft – aus ermittlungstaktischen Gründen gibts keine Stellungsnahme – dürfte derzeit abklären, ob und in welchem Ausmass Kant sich in diesem Zusammenhang schuldig gemacht hat. Gegenüber dem Angeschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Aus dem «Opera»-Umfeld war am Dienstag niemand zu erreichen. Der Club ist nach wie vor offen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen LZ und im E-Paper.