LUZERN: Opfer können Akten einsehen

Opfer von fürsorglichen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen können sich an die kantonale Opferberatungsstelle wenden. Entsprechende Akten sollen unbürokratisch zugänglich gemacht werden.

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Im Kanton Luzern können sich Betroffene von fürsorglichen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen an die kantonale Opferberatungsstelle wenden. Diese verfügt über das nötige Fachwissen und hat bereits Erfahrungen aus Gesprächen mit Direktbetroffenen, dies durch die Aufarbeitung der Vorkommnisse in Luzerner Kinder- und Jugendheimen.

Das Staatsarchiv unterstützt die Opfer laut Mitteilung der Dienststelle Soziales und Gesellschaft zudem bei der Suche nach Akten zum Thema. Es empfiehlt den Gemeinden und Institutionen, ihre Akten zu sichten und den Berechtigten ebenfalls unbürokratisch zugänglich zu machen.

Am Donnerstag findet ein nationaler Gedenkanlass für Opfer von fürsorglichen Zwangsmassnahmen statt. Bund, Kantone, Gemeinden und verschiedene Organisationen beteiligen sich daran.

pd/bep