Luzern organisiert Vormundschaftswesen neu

In der Stadt Luzern wird ab 2013 nicht mehr der Stadtrat als Vormundschaftsbehörde tätig sein, sondern die neue Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Diese soll von Pia Zeder präsidiert werden.

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Das Sekretariat der Vormundschaftsbehörde. (Bild: pd)

Das Sekretariat der Vormundschaftsbehörde. (Bild: pd)

Auf Anfang des nächsten Jahres wird in der Schweiz das bisherige Vormundschaftsrecht durch neue Bestimmungen abgelöst. Im Kanton Luzern bleiben die Gemeinden für den Kindes- und Erwachsenenschutz zuständig. Um eine Professionalisierung zu erreichen, dürfen die Gemeinde- und Stadträte aber nicht mehr als Vormundschaftsbehörden tätig sein. Stattdessen sind unabhängige Fachbehörden einzusetzen.

Viele Gemeinden schliessen sich für diese neue Aufgabe zusammen. Luzern sei gross genug, um das Vorhaben eigenständig umzusetzen, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Als Präsidentin der neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ist Pia Zeder vorgesehen. Zeder leitete die Amtsvormundschaft und ist seit 2009 in der Vormundschaftsbehörde der Stadt Luzern tätig. Das Amt übernimmt sie erst, wenn der Grosse Stadtrat dem Bericht und Antrag zustimmt.

Der neue Kindes- und Erwachsenenschutz verursacht den Gemeinden einen höheren Aufwand. Kommt dazu, dass die Stadt mit einer Zunahme von vormundschaftlichen Massnahmen rechnet. Insgesamt muss die Zahl der Vollzeitstellen von heute rund 14 auf etwa 24 erhöht werden. Die Kosten dürften von 2,1 Millionen auf 4,1 Millionen Franken steigen.

sda/bep