LUZERN: Parkhaus Musegg: Investiert eine Grossbank?

Die Finanzierung des Parkhauses Musegg scheint auf gutem Weg zu sein. Eventuell zahlt eine Grossbank den Bau des Parkhauses mit direktem Zugang zum Schwanenplatz.

Hugo Bischof
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Ursprüngliche Visualisierung der Einfahrt zum Parkhaus Musegg. (Bild: PD)

Ursprüngliche Visualisierung der Einfahrt zum Parkhaus Musegg. (Bild: PD)

Gegenüber unserer Zeitung lässt Fritz Studer, Initiativkomiteemitglied und ehemaliger Verwaltungsratspräsident der Luzerner Kantonalbank, durchblicken, dass eine Bank-Fondsgesellschaft, «die in der Schweiz schon für Dutzende Milliarden Franken Bauprojekte realisiert hat», Interesse habe, sich am 150-Millionen-Franken-Projekt zu beteiligen. Konkreter will der prominente Ex-Banker nicht werden.

Drei Finanzierungsmodelle

Die Möglichkeit eines Grossinvestors ist gemäss Studer allerdings nur eine Option. Möglich ist auch, dass die Finanzierung durch grosse nationale Pensionskassen erfolgt. Oder dass kleinere institutionelle Anleger (Pensionskassen usw.) aus der Region Anteilscheine zeichnen, die portionenweise je nach Baufortschritt ausbezahlt werden. Welches Modell zum Zug kommt, ist offen.

Metro setzt auf Investor

Auch die Initianten des Konkurrenzprojekts Metro, welches ein Parkhaus im Gebiet Ibach mit direkter U-Bahn-Verbindung zum Schwanenplatz vorsieht, sind bezüglich der Finanzierung ihres Projekts «zuversichtlich». Ihr Plan sieht vor, dass 40 Prozent der Kosten von rund 400 Millionen Franken von einem privaten Investor übernommen werden. «Banken, Pensionskassen und andere institutionelle Anleger übernehmen 60 Prozent der Gesamtkosten», erklärt Metro-Sprecher Marcel Sigrist. Dabei könne es sich «beispielsweise um ein Unternehmen handeln, das Bahnen baut, oder einen Parkhausbetreiber». Konkreter will Sigrist nicht werden.