LUZERN: Parlament akzeptiert heutige Lotteriegeldregelung

Der Kantonsrat will bei der Vergabe der Lotteriegelder keine Änderungen, denn der Regierungsrat habe aus Fehlern gelernt. Das Parlament hat eine Einzelinitiative von Hans Stutz (Grüne) mit 91 zu 14 Stimmen abgelehnt.

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Vor der Schweizer Botschaft in Moskau, von links: Marcel Imhof, Stiftungsratspräsident Wirtschaftsförderung Luzern; Stefan Roth, Stadtpräsident Luzern; Reto Wyss, Kultur- und Bildungsdirektor; Stefan Estermann, stv. Schweizer Botschafter in Moskau; Guido Graf Regierungspräsident; Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus; Numa Bischof-Ullmann Vorsitzender Geschäftsleitung Luzerner Sinfonieorchester (Bild: pd)

Vor der Schweizer Botschaft in Moskau, von links: Marcel Imhof, Stiftungsratspräsident Wirtschaftsförderung Luzern; Stefan Roth, Stadtpräsident Luzern; Reto Wyss, Kultur- und Bildungsdirektor; Stefan Estermann, stv. Schweizer Botschafter in Moskau; Guido Graf Regierungspräsident; Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus; Numa Bischof-Ullmann Vorsitzender Geschäftsleitung Luzerner Sinfonieorchester (Bild: pd)

Stutz sagte, die heutige Situation sei unbefriedigend. Es brauche einen Systemwechsel. Erreichen wollte Stutz diesen mit der Schaffung von zwei Stiftungen, die künftig anstelle der Regierung und der Verwaltung die Lotteriegelder vergeben sollen.

Der Regierungsrat war im Januar 2014 in die Kritik geraten, weil eine Promotionsreise nach Moskau durch Behörden und Wirtschaftsvertreter sowie das Luzerner Symphonieorchester mehrheitlich aus dem für gemeinnützige und wohltätige Zwecke bestimmten Lotteriegeld finanziert worden war.

Die Regierung zeigte Verständnis für die Kritik und beschloss einen neuen Umgang mit Lotteriegelder. Gemeinnützige und kommerzielle Zwecke werden nun strikt getrennt.

Pius Kaufmann (CVP) sagte, der Regierungsrat habe gelernt. Das Parlament könne ihm Glauben schenken. Andreas Zemp (GLP) sagte, das Anliegen einer transparenten Auszahlung sei nun erfüllt.

Von der Idee, für die Auszahlung der Lotteriegelder Stiftungen zu schaffen, hielt die Mehrheit des Rates nichts. Diese Stiftungen würden nur eine unnötige Bürokratie bringen. (sda)

Hinweis: So haben die Parlamentarier abgestimmt »