LUZERN: Parlament will Kartonregeln anpassen

Der Stadtrat soll sich einsetzen, dass man den Karton wieder im Papiersack entsorgen kann. Ein Stadtrats sorgte für ein überraschendes Geständnis.

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Neu darf man den Karton für die Sammlung nur noch gebündelt (rechts im Bild) bereit stellen. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Neu darf man den Karton für die Sammlung nur noch gebündelt (rechts im Bild) bereit stellen. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Der Luzerner Stadtrat hat vom Parlament einen Auftrag gefasst, den er nicht entgegen nehmen wollte. Mit 24:16 hat der Grosse Stadtrat ein Dringliches Postulat von Stefanie Wyss und Noëlle Bucher von der Fraktion der Grünen/Jungen Grünen überwiesen. Die jungen Parlamentarierinnen bitten den Stadtrat, sich beim Abfallverband Real für eine praktikable Lösung bei der Kartonsammlung einzusetzen. «Es soll auch in Zukunft möglich sein, Karton in Papiersäcken und Kartonschachteln zu entsorgen», sagte Wyss.

Kartonbündeln geübt

Die einzelnen Fraktionssprecher haben ganz offensichtlich alle zu Hause versucht, auch Kleinstkarton zu schnüren – und sind an ihrer Aufgabe gescheitert. Ein Umstand, den der zuständige Stadtrat Adrian Borgula in ungläubiges Staunen versetzte. «Das handwerkliche Geschick wird von vielen unterschätzt. Ich jedenfalls habe das problemlos geschafft», sagte Borgula.

Borgula betonte, ihm sei klar, dass das Thema Kartonsammeln für viele Leute zu einem Ärgernis geworden sei. Allerdings sei die Vorschrift gar nicht so neu, wie sie jetzt dargestellt werde. «Seit 1992 wird Karton separat eingesammelt. Die Bereitstellungsvorschriften, die jetzt diskutiert wurden, wurden schon 1992 eingeführt.»

Christian Bertschi

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