LUZERN: Pensionskasse: Versicherte müssen mehr einzahlen

Das Personal der Stadt Luzern und die Stadt selbst müssen künftig mehr in die Pensionskasse einzahlen. Damit soll erreicht werden, dass sich ein tieferer Umwandlungssatz nicht negativ auf die Rente auswirkt.

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Der Stadtrat will den Umwandlungssatz senken. Dies bewirkt tiefere Rentenleistungen. (Symbolbild Boris Bürgisser)

Der Stadtrat will den Umwandlungssatz senken. Dies bewirkt tiefere Rentenleistungen. (Symbolbild Boris Bürgisser)

Der Stadtrat hat am Freitag eine dem Parlament beantragte Änderung des Finanzierungsreglementes der Pensionskasse Luzern publiziert. Neu werden, wie vom Bund vorgeschrieben, in dem Reglement die bei einer Unterdeckung vorgeschriebenen Sanierungsmassnahmen geregelt.

Die Pensionskasse dürfte in absehbarer Zeit den Umwandlungssatz von heute 6,2 Prozent senken, voraussichtlich auf 5,7 Prozent. Mit dem Umwandlungssatz wird die jährliche Altersrente berechnet. Sinkt er, verringert sich auch die Rente.

Die Pensionskasse hat sich das Ziel gesetzt, dass die Altersrente 60 Prozent der zuletzt versicherten Besoldung entspricht, wenn sich jemand im Alter von 65 pensionieren lässt. Mit einem tieferen Umwandlungssatz ist diese Zielsetzung nicht mehr zu erreichen.

Der Stadtrat schlägt deshalb vor, die versicherte Besoldung zu erhöhen. Diese entsprach bislang dem AHV-pflichtige Lohn, von dem als sogenannter Koordinationsabzug die maximale AHV-Rente abgezogen wird. Neu sollen nur noch 7/8 der maximalen AHV-Rente abgezogen werden. Damit steigt der pensionskassenpflichtige Lohn.

Dies bedeutet, dass Arbeitgeber (Stadt und angeschlossene Arbeitgeber) 1,40 Millionen Franken mehr und die Arbeitnehmer 0,95 Millionen Franken mehr Beiträge zahlen müssten. Weil diese Mehrbelastung mit einer Senkung des Risikobeitragssatzes abgefedert werden soll, sollen sich die Zusatzkosten für die Arbeitgeber auf 0,46 und die Arbeitnehmer auf 0,47 Millionen Franken verringern.

sda