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LUZERN: Petition gegen «überdimensioniertes Reussprojekt»

Das Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt Reuss des Kantons Luzern steht in der Kritik. Die IG Reuss lanciert jetzt eine Petition.
Die Reuss soll für Fische mehr Lebensraum bieten: Unser Bild zeigt den Zusammenfluss von Reuss und kleiner Emme in Emmen. (Archivbild Nadia Schärli)

Die Reuss soll für Fische mehr Lebensraum bieten: Unser Bild zeigt den Zusammenfluss von Reuss und kleiner Emme in Emmen. (Archivbild Nadia Schärli)

Die Interessengemeinschaft Reuss hat eine Petition gegen das Reuss-Projekt gestartet. Damit soll die Stimmbevölkerung sensibilisiert werden. «Bisher ist bei der Planung den Anliegen der betroffenen Land- und Waldeigentümer wenig Beachtung geschenkt worden», sagt Patrick Schmid, Präsident der IG Reuss, einem Zusammenschluss von Land- und Waldeigentümern. Bei Realisierung des Projekts würden rund 120 Hektaren Landwirtschaftsland und Wald beansprucht.

Das Reuss-Projekt sei überdimensioniert und auch finanzpolitisch überrissen, kritisiert die IG. Die neben dem Hochwasserschutz vorgesehenen Renaturierungsmassnahmen sollen vor allem im Reussbett stattfinden und nicht wertvolle Fruchtfolgeflächen und Wald zerstören.

Mit der Petition soll der Kantonsrat aufgefordert werden, das Reuss-Projekt zu redimensionieren und auch finanziell ein viel tieferes Kostendach anzustreben. Nur so sei das Projekt für Kanton und Gemeinden tragbar und gewährleiste einen effizienten und ökologisch sinnvollen Hochwasserschutz. Die IG strebt ein Kostendach von 4 Millionen Franken pro Projektkilometer an.

Hochwasserschutzdamm in Emmen. (Bild: PD)Hochwasserschutzdamm in Emmen. (Bild: PD)
Hochwasserschutz Reuss: Das ist geplant. (Bild: Grafik: Neue LZ)Hochwasserschutz Reuss: Das ist geplant. (Bild: Grafik: Neue LZ)
Flachufer: attraktive Ufergestaltung – ein Mehrwert für Mensch und Natur. (Bild: PD)Flachufer: attraktive Ufergestaltung – ein Mehrwert für Mensch und Natur. (Bild: PD)
Im Gebiet von Emmen werden Uferbuchten zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Fische angelegt. (Bild: PD)Im Gebiet von Emmen werden Uferbuchten zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Fische angelegt. (Bild: PD)
Schiltwald (Bild: PD)Schiltwald (Bild: PD)
Auf der ganzen Strecke laden neue Teiche zum Verweilen ein. (Bild: PD)Auf der ganzen Strecke laden neue Teiche zum Verweilen ein. (Bild: PD)
Perler Schachen. (Bild: PD)Perler Schachen. (Bild: PD)
Studeschachen. (Bild: PD)Studeschachen. (Bild: PD)
Ein Wurzelstock dient als Unterschlupf für Fische. (Bild: PD)Ein Wurzelstock dient als Unterschlupf für Fische. (Bild: PD)
Honauer Schachen. (Bild: PD)Honauer Schachen. (Bild: PD)
Luftaufnahme des Projektperimeters im Luzerner Reusstal. (Bild: PD)Luftaufnahme des Projektperimeters im Luzerner Reusstal. (Bild: PD)
Zuschauer stehen am 1. Juni 2013 in Perlen am Wehr und blicken auf die hochwasserführende Reuss. (Bild: Keystone)Zuschauer stehen am 1. Juni 2013 in Perlen am Wehr und blicken auf die hochwasserführende Reuss. (Bild: Keystone)
Hochwasser 2005: Die Reuss überschwemmt viel Kulturland, links im Bild die Kantonsstrasse Buchrain - Inwil. (Bild: Schweizer Luftwaffe)Hochwasser 2005: Die Reuss überschwemmt viel Kulturland, links im Bild die Kantonsstrasse Buchrain - Inwil. (Bild: Schweizer Luftwaffe)
Die Reuss (rechts) setzt das Schilliger Sägewerk AG unter Wasser.Die Reuss (rechts) setzt das Schilliger Sägewerk AG unter Wasser.
Hochwasser der Reuss und Treibholz bedrängen das Wehr bei Perlen im August 2005. (Bild: Keystone)Hochwasser der Reuss und Treibholz bedrängen das Wehr bei Perlen im August 2005. (Bild: Keystone)
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Renaturierung Reuss

Das Hochwasserschutzprojekt Reuss erstreckt sich über eine Länge von 13 Kilometern von der Einmündung der Kleinen Emme in Emmenbrücke bis zu den Kantonsgrenzen zu Zug und Aargau in Honau. Das Bau- und Auflagenprojekt rechnet mit Kosten von 167 Millionen Franken. Bis zu 80 Prozent der Kosten sollen vom Bund übernommen werden. Gemäss aktuellem Kostenteiler müssten die Anrainergemeinden zusammen 12,3 Prozent der Kosten übernehmen.

Geplant ist, dass bis im Jahr 2019 die Bewilligung für das Projekt vorliegt. 2020 könnte dann der Baustart erfolgen, die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2031.

pd/rem

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