LUZERN: Petition stösst auf taube Ohren

Der Luzerner Stadtrat hat auf die Petition «Gegen Lärm und für Sicherheit an der Dreilindenstrasse» der IG Dreilinden geantwortet: mit einem negativen Bescheid.

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Die Dreilindenstrasse vor der Einführung der Tempo-30-Zone. (Archivbild/ Neue LZ)

Die Dreilindenstrasse vor der Einführung der Tempo-30-Zone. (Archivbild/ Neue LZ)

Die im Juli 2010 durch die IG Dreilinden eingereichte Petition an den Luzerner Stadtrat fordert verschiedene Massnahmen für die Dreilinden– und die angrenzenden Strassen, um die Lärmbelastung und das Sicherheitsrisiko im Wohnquartier zu vermindern. Der Luzerner Stadtrat lehnt sämtliche Forderungen ab.

Sanierung und Fahrverbot für Schwerverkehr
Konkret fordert die IG Dreilinden, dass die Buslinie 73 nicht mehr über die Dreilindenstrasse fährt und die Strasse mittels «Kammerung» saniert wird. Bei einer «Kammerung» wird die Strasse der Länge nach in Kammern unterteilt. Dadurch wird das Sichtfeld des Autofahrers eingeschränkt, um den Verkehr zu beruhigen oder Überholmanöver zu verunmöglichen. Zudem soll ein Fahrverbot für den Schwerverkehr eingeführt werden.


Prinzip der Kammerung des Strassenraums (Grafik tcs.ch)

Für positive Entwicklung der Dreilindenstrasse
Der Luzerner Stadtrat erachtet die «Kammerung» der Dreilindenstrasse als unnötig, weil durch die Einführung der Tempo-30-Zone im Jahre 2003 die Verkehrssicherheit erhöht werden konnte. Für eine Änderung der Linienführung des Postauto Nr. 73 besteht kein Bedarf, da diese wichtige Haltestationen wie die Klinik St. Anna oder das Schulhaus Utenberg bedient und bei den Fahrgästen deshalb beliebt ist. Ein Verbot für den Schwerverkehr liesse sich nur schwer durchsetzen.

pd/ks