LUZERN: Pflegewohnungen: Stadtrat stellt sich hinter Viva Luzern

Der Luzerner Stadtrat stellt den Entscheid der Viva Luzern AG, die Pflegewohnungen «Brünighof» und «Himmelrich» nicht zu realisieren, nicht in Frage. Er will auch nicht korrigierend eingreifen, wie er in seiner Antwort auf ein SP-Postulat schreibt.

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So soll die neue Himmelrich-Siedlung aus­sehen. Blick vom Bleichergärtli in Richtung Claridenstrasse. Pflegewohnungen wird es in der neuen Siedlung keine geben. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die neue Himmelrich-Siedlung aus­sehen. Blick vom Bleichergärtli in Richtung Claridenstrasse. Pflegewohnungen wird es in der neuen Siedlung keine geben. (Bild: Visualisierung PD)

Weil das stationäre Grundangebot im Bereich der Pflegeheime und der Pflegewohnungen von 930 Betten in der Stadt Luzern gesichert sein soll, hatte der Verwaltungsrat der Viva Luzern AG entschieden, die beiden Pflegewohnung-Projekte "Brünighof" und "Himmelrich" nicht zu realisieren.

Mit einem dringlichen Postulat bat die SP/Juso-Fraktion den Stadtrat als Vertreter der Stadt Luzern, als Alleinaktionärin diesbezüglich seinen Einfluss geltend zu machen und sich bei der Viva Luzern für den Fortbestand der Pflegewohnungen und die Realisierung der geplanten Einheiten einzusetzen.

Die Zufriedenheit der Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter von Pflegewohnungen erreichten in der Befragung stetes sehr hohe Werte, begründeten die Postulanten ihre Forderung. Eine Nichtrealisierung wäre im Hinblick auf den demographischen Wandel "höchst bedauerlich", weil in der Stadt Luzern "ein möglichst breites Wohn- und Betreuungsangebot für alte Menschen" anzustreben sei.

Letzte Einschätzung der Postulanten teilt der Stadtrat, wie er in der am Montag veröffentlichten Antwort schreibt. Ob aber Pflegewohnungen in der heutigen Form dazugehörten - und falls ja, für welche Zielgruppe - und von welcher Trägerschaft sie betrieben werden sollen, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschliessend beantwortet werden.

Der Stadtrat verweist für diese Frage auf den Planungsbericht "Pflegeversorgung", der im kommenden Jahr dem Parlament vorgelegt werden soll. Er sieht zudem aktuell "keinen Grund", den Entscheid der Viva Luzern AG, die Pflegewohnungen "Brünighof" und "Himmelrich" nicht zu realisieren, nicht in Frage zu stellen oder gar korrigierend einzugreifen. Er lehnt das Postulat ab.

sda