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LUZERN: Politische Frauen geben Gas

Um mehr Frauen für die Politik zu begeistern, hat ein überparteiliches Netzwerk am Donnerstagabend zum Podium geladen. Der Abend rund um Luzerns Verkehrsproblem zeigte: Wenn es um engagiertes Debattieren geht, stehen Frauen den Männern in nichts nach.
Evelyne Fischer
Von links: Grossstadträtin Korintha Bärtsch, Nationalrätin Natalie Rickli und Bundesrätin Doris Leuthard. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

Von links: Grossstadträtin Korintha Bärtsch, Nationalrätin Natalie Rickli und Bundesrätin Doris Leuthard. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

«Man sollte nicht das eine gegen das andere ausspielen, das ist Vergangenheit.» Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) appellierte am Donnerstagabend vor über 150 Zuhörern, die Zukunft des Strassenverkehrs, des Schienennetzes und der Buslinien als Gesamtsystem zu planen (siehe Kasten). Die Verkehrsministerin war eines der Aushängeschilder des Anlasses «Luzerner Frauen machen mobil», zu dem das überparteiliche Netzwerk «Frauen Luzern Politik» ins Hotel Schweizerhof in Luzern geladen hatte.

Der Zweck des Abends: mit erfolgreichen Vorbildern mehr Frauen für die Politik begeistern. Das Mittel dafür: ein Thema, das alle angeht – Verkehr. Engagiert diskutierten Korintha Bärtsch (33), Luzerner Grossstadträtin der Grünen, die Luzerner GLP-Stadträtin Manuela Jost (54), die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli (41), Mitglied der Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen, sowie Jasmin Stutz (33), Mitinhaberin des gleichnamigen Luzerner Schmuckgeschäfts und Vorstandsmitglied beim Netzwerk «Business Professional Women». Geleitet wurde das Podium von Jérôme Martinu, Chefredaktor unserer Zeitung.

Geht es auch ohne Grossprojekte?

Einig waren sich die Frauen: Damit Luzern – insbesondere die Stadt – nicht im Verkehr ersäuft, müssen Lösungen her. Über deren Form gingen die Vorstellungen allerdings weit auseinander. «Man muss den Verkehr wo möglich vermeiden, verlagern oder verträglich gestalten», findet Bärtsch («Um in die Politik einzusteigen, braucht es Vorbilder und die Erkenntnis, sich Know-how auch aneignen zu können»). Für sie ist klar: «Grossprojekte wie der Bypass schaffen keine Lebensqualität.» Alternativen wie Mobility Pricing – wer zu Spitzenzeiten die Strasse oder Schiene nutzt, soll mehr bezahlen – müssten zwingend mit einbezogen werden. Ganz anderer Meinung war Rickli («Geschlechtersolidarität gibt es in keiner Partei»), die für die nationale Perspektive der Debatte sorgte. «Mobility Pricing ist zum Nachteil des Gewerbes. Viele Arbeitstätige sind Berufspendler und können nicht wählen, wann sie unterwegs sind.»

Unkenrufen zum Trotz betonte Baudirektorin Jost («Die Gründung der Grünliberalen war die Initialzündung meiner Politkarriere»), der Stadtrat betreibe keine Verdrängungspolitik. «Es geht um eine Neuorganisierung. Wir müssen flächeneffiziente Verkehrsmittel priorisieren und bei Parkplätzen genau hinschauen.» Jene an der Oberfläche sollen Kurzzeitparkern dienen, für längere Zeit gelte es, ins Parkhaus auszuweichen. Stutz («Frauen zögern eher und brauchen oft einen Anstupf») konterte, Flächeneffizienz sei «ein schönes Wort, aber schwierig umzusetzen». Um weiterhin attraktive Altstadt-Geschäfte zu haben, brauche es ein weiteres Parkhaus. Und um das Verkehrsproblem zu lösen, seien Grossprojekte wie die Spange Nord nötig.

Diskutieren engagiert (von links): Korintha Bärtsch, Grossstadträtin Grüne Luzern, Natalie Rickli, Präsidentin Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats 16/17, Manuela Jost, Stadträtin und Baudirektorin, Luzern und Jasmin Stutz, Mitglied der Standortleitung Luzerner Kantonsspital Sursee, Vorstand Business Professional Women. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

Diskutieren engagiert (von links): Korintha Bärtsch, Grossstadträtin Grüne Luzern, Natalie Rickli, Präsidentin Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats 16/17, Manuela Jost, Stadträtin und Baudirektorin, Luzern und Jasmin Stutz, Mitglied der Standortleitung Luzerner Kantonsspital Sursee, Vorstand Business Professional Women. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

Jasmin Stutz, Mitglied der Standortleitung Luzerner Kantonsspital Sursee, Vorstand Business Professional Women, Manuela Jost, Stadträtin und Baudirektorin, Luzern, Korintha Bärtsch, Grossstadträtin Grüne Luzern und Natalie Rickli, Präsidentin Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats 16/17 (von links) verfolgen das Referat von Bundesrätin Doris Leuthard, (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

Jasmin Stutz, Mitglied der Standortleitung Luzerner Kantonsspital Sursee, Vorstand Business Professional Women, Manuela Jost, Stadträtin und Baudirektorin, Luzern, Korintha Bärtsch, Grossstadträtin Grüne Luzern und Natalie Rickli, Präsidentin Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats 16/17 (von links) verfolgen das Referat von Bundesrätin Doris Leuthard, (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

Hielt ein Referat: Bundesrätin Doris Leuthard. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

Hielt ein Referat: Bundesrätin Doris Leuthard. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 22. März 2018))

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