LUZERN: Polizei-Affäre: Jetzt redet ein ehemaliger Polizist

Die Stimmung im Korps der Luzerner Polizei sei bedrückend, sagt Roland Hintermann. Der Mann weiss, wovon er spricht: Er war 39 Jahre lang Polizist.

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Ein Polizist erzählt, wie es hinter den Kulissen der Luzerner Polizei wirklich aussieht. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Ein Polizist erzählt, wie es hinter den Kulissen der Luzerner Polizei wirklich aussieht. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Roland Hintermann aus Rothenburg hat fast sein ganzes berufliches Leben bei der Polizei verbracht. Im März hat er sich frühpensionieren lassen – nach mehreren negativen Erlebnissen mit der Spitze des 840 Mitarbeiter starken Polizeikorps. Hintermann beschreibt die Stimmung im Korps als «bedrückend», den Umgangston von Kommandant Beat Hensler als «herunter kanzelnd». Ausserdem werde nicht offen kommuniziert.

Whistleblowing-Stelle notwendig

Froh gewesen wäre der im Grade eines Wachtmeisters arbeitende ex-Polizist über eine Anlaufstelle für Whistleblower. Dass diese Stelle nun geschaffen werde, sei dringend notwendig – «lieber gestern als heute», sagt Hintermann.

Kommandant Beat Hensler und Informationschef Kurt Graf bestreiten, dass nicht offen kommuniziert werde. Die 2011 durchgeführte Zufriedenheitsumfrage unter den Korpsangehörigen beispielsweise sei online einsehbar gewesen.

Dass die Stimmung bedrückend sei, bezeichnet der Kommandant als «subjektive Wahrnehmung». In einem Betrieb mit über 800 Mitarbeitern gebe es unterschiedliche Meinungen.

Lukas Nussbaumer

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