LUZERN: Polizei setzt Kopfgeld auf Schläger aus

Sie wechselten nur ein paar Worte. Da schlägt der Muskelprotz mit Bärtchen mit voller Wucht zu. Für die Fahndung setzt die Luzerner Polizei auf aussergewöhnliche Mittel.

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Kriminalbeamte in Zivil hängten am Samstag in Luzern Flugblätter auf. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Kriminalbeamte in Zivil hängten am Samstag in Luzern Flugblätter auf. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Am Samstagmorgen, kurz nach 5 Uhr: An der Seidenhofstrasse in Luzern treffen sich ein Franzose und ein Engländer. Die beiden schlendern vom Club Adagio Richtung Bahnhofstrasse. 10 Meter vor der Einmündung treffen sie gemäss Polizeimitteilung «auf eine Gruppe von 4 bis 8 Personen zwischen 20 und 30 Jahren mit asiatischem Einschlag».

Eine belanglose Diskussion in Englisch beginnt, gibt später der Franzose zu Protokoll. Dann sieht er plötzlich seinen Kollegen, der mit einem andern Asiaten am Reden war, «wie eine Tanne» zu Boden fallen. Einer der Asiaten, ein muskulöser, athletischer Typ mit Oberlippen- und Kinnbart, hat dem Engländer einen brutalen Faustschlag mitten ins Gesicht verpasst. Der Getroffene prallt auf den Asphalt und bleibt mit schwersten Kopfverletzungen liegen.

Um die Ermittlungen voranzutreiben, setzen die Untersuchungsbehörden ein für Luzern eher aussergewöhnliches Mittel ein: Sie fertigten Flugblätter in Deutsch und Englisch an und liessen sie von Kriminalbeamten in Restaurants und auf der Strasse verteilen. Zudem belohnen sie Hinweise, die zur Ermittlung der Täterschaft führen, mit 5000 Franken.

Guido Felder

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».