LUZERN: Polizeieinsatz wegen Fussballchaoten

Am Mittwochabend kam es nach Schluss des Fussballspiels FC Luzern gegen FC St.Gallen zu Polizeieinsätzen gegen Fans der beiden Clubs. Bei den Zwischenfällen entstand Sachschaden an vbl-Bussen. Verletzt wurde niemand.

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Während des Spiels des FC Luzern gegen den FC St.Gallen am Mittwoch in der Swissporarena unterstützten die Fans ihre Clubs friedlich. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Während des Spiels des FC Luzern gegen den FC St.Gallen am Mittwoch in der Swissporarena unterstützten die Fans ihre Clubs friedlich. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Zu den Polizeieinsätzen gegen Fussballfans kam es auf dem Zihlmattweg und beim Moosmattschulhaus, wie die Luzerner Polizei am Donnerstag mitteilt. Nach Spielschluss weigerten sich die St.Galler-Fans die extra für sie bereitgestellten vbl-Busse für den Rückweg zum Bahnhof Luzern zu besteigen. Sie wollten einen Fanmarsch durchsetzen und griffen am Zihlmattweg die Polizei an, die sich ihnen in den Weg stellte. Die Polizei setzte Gummi-Schrot und den Wasserwerfer ein. Daraufhin zogen sich die Fans zurück und bestiegen die Busse.

Beim Moosmattschulhaus stoppten die St.Galler-Fans die Busse, wobei mehrere Scheiben der Busse in die Brüche gingen. Die Fans stiegen aus und wollten auf den öffentlichen Strassen durch das Neustadtquartier zum Bahnhof gehen. Gleichzeitig näherte sich eine Gruppe Luzerner Fans von der Horwerstrasse Richtung Moosmattschulhaus. Die Polizei stellte sich zwischen die beiden Fangruppen und verhinderte den Marsch der St.Galler Fans. Dabei kam es zu Provokationen von St.Galler und Luzerner Fans und von Schaulustigen. Die Situation beruhigte sich nach rund einer Viertelstunde. Die anschliessende Fahrt mit den Bussen zum Bahnhof verlief den Umständen entsprechend ruhig.

Rund 800 St.Galler Fans verliessen Luzern mit dem Extrazug um 23.00 Uhr. Am Bahnhof und während der Zugsabfahrt konnte die Polizei eine Konfrontation der beiden Fanlager mit starker Polizeipräsenz verhindern. Bei den Zwischenfällen entstand Sachschaden an den vbl-Bussen in der Höhe von mehreren Tausend Franken. Verletzt wurde niemand. Ein Unbeteiligter stellte Strafanzeige, weil er am Bundesplatz von Fans angegriffen worden sei.

pd/spe