LUZERN: Polizeikosten – anderswo zahlt der Staat

Einige Veranstalter im Kanton Luzern müssen die Leistungen der Polizei selber bezahlen – doch nicht alle werden gleich behandelt. Anderswo ist dies klar geregelt.

Christian Hodel
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Während andernorts die Handhabe der anfallenden Kosten für Polizei klarer geregelt ist, muss in Luzern etwa das Blue Balls Festival in die Tasche greifen, das Lucerne Festival hingegen (noch) nicht. (Bild: Corinne Ganzmann / Neue LZ)

Während andernorts die Handhabe der anfallenden Kosten für Polizei klarer geregelt ist, muss in Luzern etwa das Blue Balls Festival in die Tasche greifen, das Lucerne Festival hingegen (noch) nicht. (Bild: Corinne Ganzmann / Neue LZ)

In Luzern werden Veranstalter für Polizeieinsätze zur Kasse gebeten. Doch die Handhabung ist ganz unterschiedlich. Während das Blue Balls Festival den Polizeieinsatz seit diesem Jahr neu berappen soll, zahlt das Lucerne Festival bisher nichts. Andere Kantone und Städte kennen diesbezüglich ganz andere Regeln.

In St. Gallen zum Beispiel kann jeder Veranstalter Polizeikosten von bis zu 10 000 Franken beanspruchen. Erst wenn dieses Budget ausgeschöpft ist, stellt die Polizei die zusätzlichen Kosten in Rechnung.

Im Kanton Schwyz werden Polizeikosten nur dann verrechnet, wenn der Aufwand der Polizei «deutlich grösser ist als sonst üblich», wie Sprecher David Mynall erklärt. Und auch dann nur, wenn der Anlass kommerziell ist.

Und Zofingen verrechnet keinem Veranstalter die Polizeikosten.