LUZERN: Polizeikosten: Politiker drohen mit Vorstössen

Veranstalter von Anlässen müssen neu für Polizeikosten aufkommen. Das passt den Parteien nicht – mit einer Ausnahme.

Robert Knobel
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Polizisten bei einer Kontrolle im strömendem Regen vor dem KKL. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Polizisten bei einer Kontrolle im strömendem Regen vor dem KKL. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Blue-Balls-Direktor Urs Leierer ist verärgert: Die Polizei will dem Luzerner Musikfestival eine Rechnung in der Höhe von rund 14 500 Franken ausstellen. Grund ist die verstärkte Polizeipräsenz, die am Blue Balls Festival nötig ist. Doch die neue Gebührenverordnung der Polizei wird nicht bei allen Grossanlässen gleich angewendet. Einige Veranstalter zahlen weniger, andere sogar gar nichts für zusätzlichen Polizeiaufwand.

Kantonale Politiker fordern nun aber Klarheit. «Mir ist nicht klar, weshalb das Blue Balls zahlen muss, die Veranstalter eines Jodlerfests aber nicht», sagt etwa SP-Präsidentin Felicitas Zopfi. Die SP überlegt sich genau wie die Grünen und die Grünliberalen, mithilfe eines Vorstosses im Kantonsrat «Transparenz einzufordern», wie es GLP-Präsidentin Laura Kopp formuliert. Einzig CVP-Präsident Pirmin Jung sieht keinen Handlungsbedarf.