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LUZERN: Polizeikrise: Lage hat sich «markant entspannt»

Rund 100 Tage nach dem Kommandowechsel der Luzerner Polizei gibts von Seiten der Führung eine erste Beurteilung der Situation im Korps.
Jérôme Martinu
Regierungsrätin Yvonne Schärli und Adi Achermann, Polizeikommandant ad interim. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Regierungsrätin Yvonne Schärli und Adi Achermann, Polizeikommandant ad interim. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

«2013 war ein aussergewöhnliches Jahr. Darum ist es angezeigt, dass ich erstmals an einer Polizeistatistikkonferenz teilnehme und etwas sage.» Die Luzerner Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli (SP) wollte mit ihrem Auftritt vom Mittwoch betonen, dass das Luzerner Polizeikorps 2013 wegen der Führungskrise «unter erschwerten Bedingungen arbeiten musste. Es war eine riesengrosse Herausforderung für alle, das polizeiliche Kerngeschäft dennoch gut zu erfüllen.» Die Lage habe sich inzwischen «beruhigt», so Regierungsrätin Schärli.

Erstmals nach dem Kommandowechsel von Mitte Dezember 2013 gab es am Mittwoch anlässlich der jährlichen Medienkonferenz zur Kriminalstatistik von Seiten der Polizeiführung und der Regierung eine offizielle Beurteilung der Lage im Korps.

Seit 100 Tagen Chef ad interim

Die 2013 gehäuft bekannt gewordenen Fälle von Polizeigewalt, Sex-Vorwürfen und fragwürdigen Personalentscheiden führten Mitte Dezember 2013 zum Schnitt: Beat Hensler musste nach über zehn Jahren den Kommandoposten verlassen. An seiner Stelle wurde der Jurist Adi Achermann (49), vormals Leiter Zentrale Dienste der Oberstaatsanwaltschaft Luzern, als Interimskommandant eingesetzt. Seit rund 100 Tagen ist Achermann nun im Amt. Seine Einschätzung zur Lage im rund 850-köpfigen Korps: «Mein zentraler Auftrag war es, die Situation zu beruhigen. Ich beurteile dies als gelungen, innert Kürze konnten konstruktive Resultate erzielt werden.» Laut Achermann herrscht «in der Geschäftsleitung inzwischen ein guter Dialog», die dringenden Fragen hätten rasch geklärt werden können.

Auch Kripo-Chef Daniel Bussmann äusserte sich zur Klärungsarbeit: «Die Situation hat sich markant entspannt. Es war für alle Leute, von zuunterst bis zuoberst, eine belastende Zeit.» Kündigungen von Korpsmitgliedern aufgrund der Polizeikrise seien ihm nicht bekannt, so Bussmann auf eine entsprechende Frage.

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