LUZERN: Provisorium für Kinderspital und neues Parkhaus mit 600 Plätzen

Nicht nur in Wolhusen will das Luzerner Kantonsspital investieren, sondern auch auf dem Areal des Luzerner Zentrumsspitals.

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Blick auf das Kinderspital (Archivbild: PD)

Blick auf das Kinderspital (Archivbild: PD)

Diesen Frühling wird zum Beispiel das neue, rund 50 Millionen Franken teure Notfall- und Intensivzentrum bezogen. Derweil ist nach Jahren der Verzögerung beim Neubau des Kinderspitals zwar keine Beschleunigung festzustellen, dafür aber eine Fixierung der Pläne. Konkret soll das neue Spital auf einem Teil jenes Areals gebaut werden, welches der Höheren Fachschule Gesundheit Zentralschweiz (HFGZ) als Provisorium dient. Erst nach Fertigstellung des HFGZ-Gebäudes 2019 ist der Platz für das neue Kinderspital vorhanden. Dieses soll nun definitiv 2025 eröffnet werden, wie Spitaldirektor Benno Fuchs am Mittwoch versprach: «So wahr ich hier stehe, bauen wir auf 2025 das neue Kinderspital.»

Bis dahin will die Spitalleitung nicht untätig sein. Schliesslich sei das Kinderspital sanierungsbedürftig, brauche mehr Platz, mehr Komfort und bessere Strukturen, wie auch Fuchs einräumte. Deshalb habe das Spital in einer ersten Phase zwischen 2012 und 2015 rund sieben Millionen Franken im ambulanten Bereich des Kinderspitals investiert: unter anderem in einen modernen Operationssaal und in eine Teilauslagerung der Administration in einen Pavillon.

Zwei Abteilungen wechseln in Frauenklinik

Demnächst will das Spital in einer zweiten Phase noch mehr Platz im Kinderspital schaffen: Die Neonatologie und die Milchküche werden in die Frauenklinik verlegt, was Platz schafft für Zimmer mit maximal vier statt sechs Betten und zusätzliche Nasszellen. Diese Überbrückungsmassnahmen kosten ebenfalls rund sieben Millionen Franken – und werden bis Anfang 2019 realisiert.

Auch die Parkplatznot wird bekämpft: 2018 erhält das Kantonsspital im Osten des Areals ein neues Parkhaus. Der 7-stöckige Bau bietet Raum für rund 600 Fahrzeuge. Das Parkhaus entsteht dort, wo jetzt eine ebenerdige Parkfläche für die Angestellten steht.

Das Parkhaus ist über die Friedentalstrasse zugänglich, «weil 70 Prozent der Angestellten über den Sedel anfahren ein optimaler Standort», so Fuchs. Nur: Die Friedentalstrasse ist ein zentraler Bestandteil der Spange Nord, des geplanten Autobahnzubringers zum Bypass. Entsprechend brauche es eine zusätzliche Linksabbiegespur, ein zusätzliches Lichtsignal und eine Velospur. Das Parkhaus schafft freie Kapazitäten im bestehenden Patienten- und Besucherparkhaus an der Spitalstrasse. Dorthin wiederum soll die Bushaltestelle (Richtung St. Karli) verlegt werden, um via Lift und Passerelle einen möglichst kurzen Weg zum Spitalzentrum zu ermöglichen. Insgesamt plant das Kantonsspital, bis 2032 2,1 Milliarden Franken in Neubauten, Sanierungen und technisch-medizinische Anlagen zu investieren.

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@luzernerzeitung.ch