Luzern prüft Angebot für Schwererziehbare

Neuerdings werden schwer erziehbare Jugendliche ins Ausland geschickt, zum Beispiel nach Afrika. Nun prüft der Kanton, ein eigenes Angebot zu schaffen.

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Der Kanton Luzern prüft, ob er eine eigene Anstalt für Schwererziehbare schaffen soll. Nachdem bekannt wurde, dass zwei Jugendliche aus dem Kanton im Ausland ihre letzte Chance erhalten sollen, hagelte es Kritik von SVP-Kantonsrat Guido Luternauer (Schenkon). Er wollte von der Regierung wissen, wieso die Jugendlichen ins Ausland «abgeschoben» würden und ob der Kanton Luzern nicht eine eigene Anstalt für Schwererziehbare eröffnen wolle. «Solche Programme sind oft die letzte Möglichkeit vor einer Jugendstrafanstalt», rechtfertigt Regierungspräsident Anton Schwingruber.

Jura, Graubünden oder Tessin?

«Wir würden dies sehr gerne tun, allenfalls in Zusammenarbeit mit anderen Kantonen», sagt  Schwingruber zur Schaffung eines Angebots in der Schweiz. Allerdings stelle sich dann das Problem der nötigen Distanz zum bisherigen Umfeld, die man ja schaffen wolle. Vielleicht gebe es aber geeignete Orte, beispielsweise im Jura, im Bündnerland oder im Tessin, die genügend abgeschottet wären. «Der Vorteil einer Institution in der Schweiz wäre, dass wir eine bessere Kontrolle darüber hätten.»

Jan Flückiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.