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LUZERN: Prügelei vor Zeugen – Verfahren eingestellt

An der Zentralstrasse ist ein Velofahrer brutal verprügelt worden. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren nun sistiert. Das Opfer klagt die Polizei an.
Christian Hodel
Die Täter prügelten auf den damals 67-jährigen T.K. ein. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue ZZ)

Die Täter prügelten auf den damals 67-jährigen T.K. ein. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue ZZ)

Den 31. Oktober 2012 wird T. K. nie mehr vergessen. Der damals 67-jährige ist an diesem Mittwoch mit seinem Velo um 17 Uhr auf der Zentralstrasse in Richtung Bundesplatz unterwegs. Auf der Höhe der Bar Oops, unmittelbar vor dem Fussgängerstreifen, hat er plötzlich ein Auto neben sich. Die Beifahrertür schwingt auf, T. K. fährt dagegen, kann sich aber gerade noch auf dem Velo halten. Dann passiert es. Der Beifahrer steigt aus und schlägt T. K. die Faust ins Gesicht. Dieser fällt aufs Trottoir. Der Täter prügelt weiter auf T. K. ein. Am nächsten Tag erstattet T. K. Anzeige.

«Nicht erfolgsversprechend»

Nun, nach über einem Jahr, hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren am 2. September sistiert. Simon Kopp, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, begründet dies auf Anfrage unserer Zeitung so: «Das Verfahren gegen den unbekannten Täter wegen Drohung und Tätlichkeiten zum Nachteil des ‹Opfers› ist sistiert worden, da die Täterschaft bis dato nicht ermittelt werden konnte.» Dies, obwohl das Autokennzeichen aufgrund von Zeugenaussagen bekannt ist und mehrere Zeugen den Täter beschreiben konnten.

T. K. sagt: «Hätten die Staatsanwaltschaft und auch die Polizei meinen Fall etwas detaillierter untersucht, hätte man den Schläger vielleicht gefasst.» Er fühle sich von der Polizei und der Staatsanwaltschaft «nicht genug ernst genommen».

Zeugen widersprechen der Fahrerin

Die Fahrerin sagte bei der Polizei aus, dass sie den Beifahrer nicht kenne und diesen als Autostopper zwischen Root und Ebikon aufgeladen habe. Mehrere Zeugen wiederum wollen aber gesehen haben, wie die Frau – sie kommt aus dem Kanton Zug – nach der Prügelattacke rund 50 Meter weiter in Richtung Bundesplatz bei der Verzweigung Zentralstrasse/Habsburgerstrasse anhielt. Der Unbekannte sei wieder ins Auto eingestiegen, sagen die Zeugen.

Hat die Frau ihren Beifahrer gekannt oder nicht? Und was hat man unternommen, um herauszufinden, ob diese Aussage wahr ist oder nicht? Kopp sagt dazu: «Die Frau sagte aus, den Mann nicht zu kennen. Anhaltspunkte für das Gegenteil lagen nicht vor.» Graf von der Polizei fügt hinzu: «Fakt ist, dass die Lenkerin mehrmals einvernommen worden ist, um dies zu klären. Zudem wurden mehrere Auskunftspersonen befragt.» Der sachbearbeitende Polizist habe seine Möglichkeiten ausgeschöpft. Dabei müsse auch der Verhältnismässigkeit Rechnung getragen werden.

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